In Guadeloupe gab es ein Todesopfer

“Maria” traf Karibikinsel Dominica – Toter auf Guadeloupe

Dienstag, 19. September 2017 | 22:53 Uhr

Hurrikan “Maria” hat auf der Karibikinsel Dominica schwere Verwüstungen angerichtet und im französischen Überseegebiet Guadeloupe mindestens einem Menschen das Leben gekostet. Auf Dominica knickten Bäume um, Häuser wurden beschädigt und Straßen überflutet. “Wir haben alles verloren, was man mit Geld kaufen und ersetzen kann”, schrieb Premierminister Roosevelt Skerrit am Dienstag auf Facebook.

Zudem sprach er von “großflächiger Zerstörung” und fürchtete, dass Menschen bei Erdrutschen ernsthaft verletzt oder getötet wurden. Auf der Insel Guadeloupe wurde ein Mensch von einem Baum erschlagen, zwei Menschen wurden vermisst, wie französische Medien unter Berufung auf die örtliche Präfektur berichteten. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometer pro Stunde zog “Maria” nun auf die Jungferninseln und Puerto Rico zu. Der Sturm könnte am frühen Mittwoch (Ortszeit) über das US-Außengebiet hinwegziehen. Es wäre das erste Mal seit 85 Jahren, dass die Insel wieder direkt von einem so starken Hurrikan getroffen wird.

Gouverneur Ricardo Rosselllo rief die Menschen in Risikogebieten auf, sich in Sicherheit zu bringen. “Wenn ihr in Überschwemmungsgebieten wohnt, verlasst sie. Wenn eure Häuser nicht standfest sind, geht in die Notunterkünfte. Häuser mit Dächern aus Zink oder Holz werden dem Wind nicht standhalten”, sagte er.

Die Regierung richtete 500 Notunterkünfte auf der ganzen Insel ein. US-Präsident Donald Trump erklärte den Notstand für Puerto Rico. Damit hat das US-Außengebiet leichter Zugriff auf Bundesmittel für den Wiederaufbau. “Möglicherweise werden wir für längere Zeit keinen Strom haben”, sagte Gouverneur Rosselllo. Der Flughafen der Hauptstadt San Juan sollte geschlossen werden.

Nach seinem Zug über Dominica hatte sich “Maria” zunächst abgeschwächt und war auf die zweithöchste Kategorie 4 herabgestuft worden. Kurz darauf stufte das US-Hurrikan-Zentrum den Tropensturm wieder in die höchste Kategorie 5 ein. “Maria” bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde Richtung West-Nordwest. Der Sturm werde in den nächsten Tagen ein extrem gefährlicher Hurrikan der Kategorie 5 oder 4 bleiben, prognostizierten die Meteorologen.

Erst kürzlich war Hurrikan “Irma” durch die Karibik gezogen und hatte unter anderem auf Barbuda sowie im US-Bundesstaat Florida erhebliche Verwüstungen angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben. In vielen Gebieten dauern die Aufräumarbeiten noch an, während sich die Menschen nun für den nächsten Sturm wappnen müssen.

Auf den Britischen Jungferninseln sind seit dem Durchzug von Hurrikan “Irma” die meisten Menschen ohne Strom und fließendes Wasser. Fast 80 Prozent der Häuser seien beschädigt, sagte Premierminister Orlando Smith der Zeitung “El Nuevo Dia”. Es könne bis zu drei Monate dauern, bis alle Bewohner wieder über Elektrizität und Wasser verfügten.

Auf Dominica bekam Regierungschef Skerrit persönlich die Kraft der Naturgewalt zu spüren: “Mein Dach ist weg. Ich bin der Gnade des Hurrikans ausgeliefert. Mein Haus wird überschwemmt”, schrieb er auf Facebook. Kurz darauf wurde der Regierungschef in Sicherheit gebracht: “Ich bin gerettet worden”, schrieb er.

Starke Böen und kräftige Regenschauer waren zuvor über Martinique hinweggefegt, als “Maria” am Montagabend die Karibikinsel passierte, wie der Radiosender RCI berichtete. Bäume wurden entwurzelt und hohe Wellen trafen auf die Küste. Behördenvertreter berichteten am Dienstag aber von vergleichsweise geringen Schäden. Zwei Menschen seien leicht verletzt worden, in 25 000 Haushalten gebe es keinen Strom, und zwei Gemeinden seien ohne Trinkwasser, sagte der Leiter der französischen Zivilsicherheit, Jacques Witkowski.

Von: APA/ag.

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3 Kommentare auf "“Maria” traf Karibikinsel Dominica – Toter auf Guadeloupe"


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denkbar
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Universalgelehrter
29 Tage 2 h

Kann mir jemand erklären, weshalb diese Hurrikans mit ihrer zerstörerischen Kraft, vorwiegend weibliche Namen bekommen, das führt doch erwiesenermaßen dazu, dass sie als weniger gefährlich wahrgenommen werden.

Lingustar
Lingustar
Superredner
29 Tage 1 h

Als “Ausländer” in deinen Augen will ich das einmal versuchen…..
Dass diese Hurricans immer nur weibliche Namen haben stimmt nicht, denn das wird regelmäßig auch in männliche Namen getauscht. Vor Jahren gab es in Florida einmal den verheerendsten Hurrikan namens “Andrew” und im kommenden Jahr tragen die nächsten Hurrikans dann wohl auch wieder Männernamen.

PS: ob die dann aber so schlimm ausfallen werden darf man aber bezweifeln, und sind dann auch nicht so schlagzeilenträchtig, eben weil Frauen ja bekanntlich viel schlimmer und brutaler sind als Männer…..😜😉😜😉😜

denkbar
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Universalgelehrter
28 Tage 23 h
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