In Ischgl könnte eine Art lokaler Herdenimmunität entstanden sein

Med-Uni Innsbruck plant Corona-Antikörpertests in Ischgl

Dienstag, 31. März 2020 | 09:55 Uhr

Die Medizinische Universität Innsbruck will im Tiroler Corona-Hotspot Ischgl sogenannte Antikörpertests durchführen. Damit sollen Rückschlüsse möglich werden, wie viele Infektionen asymptomatisch verlaufen, berichtete Ö1 im Morgenjournal am Dienstag. Laut der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer könnte in Ischgl bereits eine Art lokaler Herdenimmunität entstanden sein.

“In Ischgl rechnen wir damit, dass viele Menschen auch Antikörper haben. Wir werden also dann schauen, wie viele Prozent der Bevölkerung antikörper-positiv sind und das dann vergleichen mit der Anzahl an Menschen, von denen man weiß, dass sie eine Infektion durchgemacht haben”, erklärte Laer im Morgenjournal. So könne man dann auf die Dunkelziffer schließen und erfahren, wie viele Prozent der Einwohner die Infektion hatten, ohne es zu merken.

“Es gibt Schätzungen, dass 50 Prozent der Infizierten asymptomatisch sind. Es gibt eine japanische Arbeit, die sagt, auf einen Symptomatischen kommen neun Asymptomatische”, sagte die Virologin. Man kenne solche Fälle, meinte Andreas Walser, praktischer Arzt in Ischgl. “Der größte Teil wird bei uns nicht auftauchen, weil sie vielleicht einen kleinen Schnupfen haben einen Tag oder zwei und sonst nichts”, so Walser.

300 Antikörpertests sollen ab kommender Woche in Ischgl durchgeführt werden. Die Daten sollen dann auch Hinweise auf die Corona-Sterblichkeitsrate liefern. Walser berichtete, dass es in Ischgl bisher keinen einzigen Todesfall gab. Sechs oder sieben Patienten seien derzeit im Krankenhaus und bei zwei davon sei es “ein bisschen ernster”, meinte der Arzt.

Eine Erklärung für die hohe Sterblichkeitsrate in Oberitalien könnte laut Laer die häufige Verwendung von ACE2-Hemmern, also Bluthochdruckmitteln, sein. Bei Über-70-Jährigen leide die Hälfte an Bluthochdruck. “Und es gibt eine Hypothese, dass weil diese Sorte von Bluthochdruckmitteln in Italien gegeben wird – mehr als bei uns – deswegen die Sterblichkeit so hoch ist”, erklärte die Virologin. Das Bluthochdruckmittel könnte bewirken, dass man noch empfänglicher für das Virus wird.

Von: apa

Kommentare
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NixNutz
NixNutz
Universalgelehrter
2 Monate 7 h

Wochts amol auf! ACE hemmer mochen net mehr empfänglich fürs coronavirus. Eher isch do rückschluss umgekehrt, de leit hon bluthochdruck und begleiterkronkungen deswegn isch do vermehrt a problem. Isch von do who schun wiederrufen worden…!

Exit
Exit
Grünschnabel
2 Monate 5 h

Wer ist die WHO?! Ein mit 40% finanziertes Unternehmen der Farmaindustrie. Mehr Informationen brauch ich nicht.

NixNutz
NixNutz
Universalgelehrter
2 Monate 2 h

@Exit wer bist du überhaupt? Ein verschwörungstheoretiker oder neidhammel? Mehr brauch ich auch nicht

Exit
Exit
Grünschnabel
1 Monat 29 Tage

@NixNutz
Sicher kein Verschwörungstheoretiker. Kann man alles auf wiki nachlesen. Corona ist fakt und dass die WHO zum Teil von Farmaindustrien finanziert wird auch.

marher
marher
Superredner
2 Monate 5 h

Also des mitn ACE2 – Hemmern loss i amol hongstellt, weil selm warnse in gonz Italien olle bled. Af die kommende Studie bin i gsoonnt, insofern die Tests a genau stimmen.

gschaidian
gschaidian
Tratscher
2 Monate 5 h

ACE Hemmer erzeugen bei vielen Menschen Husten sodass sie auf ein anderes Blutdruckmittel umsteigen müssen. Das ist sicher. Also wirkt es auf die Lunge, was bei Corona Infektion das anfälligste Organ ist.

Don Bass
Don Bass
Superredner
2 Monate 4 h

Ich wiederspreche deiner Vermutung nicht. Vielleicht nicht alle, aber auf jeden Fall ein Großteil.

info
info
Tratscher
2 Monate 5 h

Normalerweise gibt man Ergebnisse bekannt, NACHDEM man die Studie durchgeführt hat…

lottchen
lottchen
Superredner
2 Monate 2 h

normal schon, wenn man das mögliche, wahrscheinliche ergebniss aber im vorraus schon rausposaunt dann interessieren sich danach wenige für die echten ergebnisse..😉

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
2 Monate 2 h
Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
2 Monate 1 h

Die Untersuchung wird dem Staatsanhalt helfen. Auf Grund der Gensequenzen kann die Verbreitung nach Deutschland bewiesen werden.

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