Sie stellten sich zumeist gegen landwirtschaftliche Projekte

Mehr als 200 Naturschützer im Jahr 2017 getötet

Dienstag, 24. Juli 2018 | 08:45 Uhr

Mehr als 200 Naturschützer sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation im vergangenen Jahr weltweit wegen ihres Engagements für die Umwelt getötet worden. Ganze 60 Prozent der 207 Morde seien in Lateinamerika registriert worden, teilten die Aktivisten von Global Witness am Dienstag in einem Bericht mit. Die meisten Naturschützer (57) wurden demnach in Brasilien getötet.

Auf den Philippinen gab es 2017 laut Global Witness 48 Morde, in Kolumbien 24. In Mexiko habe sich die Lage mit 15 Morden im Vergleich zum Vorjahr zugespitzt, 2016 seien dort drei Naturschützer umgebracht worden.

Die meisten Opfer seien Aktivisten gewesen, die sich gegen landwirtschaftliche Projekte stellten. Global Witness nennt in diesem Zusammenhang die Produktion von Milchprodukten, Rindfleisch, Baumwolle, Palmöl, Soja und Rohrzucker.

In den Jahren zuvor waren vor allem Naturschützer in Verbindung mit Bergbau-Projekten getötet worden. Zudem hätten Mehrfachmorde zugenommen: In Brasilien habe es drei Massaker gegeben, bei welchen insgesamt 25 indigene Aktivisten getötet wurden, so die Organisation.

Von: APA/dpa