Verlassene Autos im Zentrum der Stadt Buffalo

Mehr als 50 Tote nach Wintersturm in den USA

Dienstag, 27. Dezember 2022 | 15:35 Uhr

Mindestens 50 Menschen sind in den vergangenen Tagen bei extremer Kälte und starkem Schneefall in den USA gestorben. Allein im Bezirk Erie County im Bundesstaat New York kamen mindestens 27 Menschen ums Leben, wie Marc Poloncarz, der Verantwortliche des Bezirks, mitteilte. Die Behörden rechneten am Dienstag mit weiteren Opfern. “Leider bergen wir noch immer Tote”, sagte der Polizeichef der am stärksten betroffenen Stadt Buffalo, im Westen des Bundesstaates New York.

Landesweit seien im Zusammenhang mit dem arktischen Wintersturm “Elliott” mehr als 51 Menschen gestorben, berichtete der Sender ABC. Der Sender CNBC bezifferte die Zahl der Todesopfer sogar mit 57. “Elliott” hatte großen Teilen der USA am Weihnachtswochenende meterhohen Schnee, Temperaturen im zweistelligen Minusbereich und orkanartigen Wind gebracht. Besonders betroffen war die Region rund um die Großen Seen im Nordosten der USA und an der Grenze zu Kanada. Hunderttausende Haushalte waren von Stromausfällen betroffen.

“Mein Herz ist bei denjenigen, die an diesem Feiertagswochenende geliebte Menschen verloren haben”, schrieb Präsident Joe Biden auf Twitter. Angesichts der verheerenden Folgen des Schneesturms hat er Notstandshilfen des Bundes für den besonders betroffenen Bundesstaat New York bewilligt. Dessen Gouverneurin Kathy Hochul sprach von einem “historischen Schneesturm”. Der US-Wetterdienst warnte für Dienstagvormittag (Ortszeit) mit weiteren Schneefällen, die vom Eriesee her über Erie County und angrenzende Bezirke hereinzögen.

Dazu käme es zu Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu knapp 50 Stundenkilometern. Das könne zu sogenannten Whiteouts führen, bei denen die Autofahrer komplett vom Schneegestöber eingeschlossen seien und die Orientierung verlieren könnten. Für einige Bezirke am Ostufer des Eriesees, der zu den sogenannten Großen Seen gehört, galt deshalb am Dienstag weiterhin ein Fahrverbot.

Das Verkehrsministerium von New York twitterte Bilder von Schneeräumfahrzeugen, die sich auf vereisten Straßen durch die Schneemassen kämpften und von Lastwagen und Autos, die im Schneetreiben von der Fahrbahn abgekommen und im hohen Schnee stecken geblieben seien. Gouverneurin Hochul hatte bereits vergangene Woche den Notstand für den Bundesstaat New York ausgerufen. Präsident Biden sicherte dem Bundesstaat in der Nacht zum Dienstag Unterstützung des Bundes zu.

Die arktische Kaltfront brachte zudem die Weihnachtspläne vieler Reisender durcheinander: Von Freitag bis Sonntag wurden nach Angaben der Flugdaten-Webseite “FlightAware” mehr als 10.000 Flüge gestrichen. Für die kommenden Tage sagte der Wetterdienst für den mittleren Westen und den Osten des Landes mildere Temperaturen voraus.

Von: APA/dpa/AFP

Kommentare

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11 Kommentare auf "Mehr als 50 Tote nach Wintersturm in den USA"


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Faktenchecker
1 Monat 5 Tage

Die werden noch viele Erfrorene in Fahrzeugen finden.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 5 Tage

…doch nicht Klimaerwärmung?…

Faktenchecker
1 Monat 5 Tage

Für dumme:

“Was ist der Unterschied von Klima und Wetter?
Bildergebnis für wetter klima
Während das Wetter den physikalischen Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort beschreibt, ist Klima erst dann richtig gekennzeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen vom Mittelwert angegeben werden kann, also auch Extremwerte Teil der Statistik sind.30.10.2012”

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 5 Tage

@Doolin Was lässt dich das denken?

Stolzz
Stolzz
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Die aktuelle globale Klimaerwärmung ist wissenschaftlich eindeutig belegt. Es bleibt jedem selbst überlassen, welche Schlüsse er/sie daraus zieht. Man kann weiter machen wie bisher oder im Kleinen versuchen, das Klima nicht weiter zu befeuern. Klimaerwärmung und extreme Kältewellen schließen sich übrigens keineswegs aus, nur werden sie eben kürzer und seltener.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 5 Tage

@Neumi Keine Antwort! Typisch Doolin… Nicht viel dahinter! Denn vielen ist nicht klar, dass es durch die Klimaerwärmung auch solche Extreme vermehrt geben wird. Nördlicher Jetstream der durcheinander kommt usw.

Sara Lea
Sara Lea
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@Doolin, wie erklärt man Erwachsenen/Kindern den Unterschied zwischen Wetter und Klima. 🤦‍♂️🤷‍♂️
https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/k/klima_wetter.html

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 5 Tage

@Sara Lea
…man sagt ihnen, dass es bei Klimaerwärmung so ein saukaltes Wetter gibt, dass die Leute im Auto erfrieren…
🤪

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 5 Tage

@Stolzz Seltener möcht ich gar nicht sagen, tatsächlich dürfte es solche Spitzen häufiger geben, da der Jetstream nicht mehr stabil ist. Aber kürzer und heftiger trifft’s 🙂

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Doolin Man sieht, du bist entweder verwirrt, nicht informiert oder Leugner. Such es dir aus!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Stolzz Natürlich kann jeder selbst Schlüsse daraus ziehen aber es darf nicht jedem persönlich überlassen werden ob er/sie was dagegen machen will.
Sorry aber wer die Studien und Warnungen nicht versteht ist im Grunde in irgend einer Form stehen bzw. zurück geblieben. Ganz vorsichtig ausgedrückt!

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