750 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden

Mehr als 9.000 aktiv Corona-Infizierte in Österreich

Montag, 05. Oktober 2020 | 14:21 Uhr

Am Montag sind in Österreich 9.020 Personen aktiv mit SARS-CoV-2 infiziert gewesen. In den vergangenen 24 Stunden wurden laut Daten von Innen- und Gesundheitsministerium 750 Neuinfektionen eingemeldet. 488 Menschen befanden sich mit Stand 9.30 Uhr im Krankenhaus (plus von zwölf zum Sonntag), davon 101 auf Intensivstationen (103 am Sonntag). Die Zahl der Covid-19-Toten stieg um fünf auf 818 Menschen.

Im Schnitt der vergangene sieben Tage kamen täglich 781 Neuinfektionen hinzu. 48.896 Personen wurden bisher insgesamt positiv getestet. 39.058 Menschen gelten als genesen.

Die meisten Neuinfektionen gab es mit 315 in Wien. Oberösterreich und Tirol meldeten in den vergangenen 24 Stunden 106 neue Fälle, Niederösterreich 97 und Vorarlberg 50. 32 Neuinfektionen kamen in der Steiermark hinzu, in Salzburg waren es 23, in Kärnten zwölf und im Burgenland neun. 11.895 Testergebnisse wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Wie immer waren es über das Wochenende weit weniger als unter der Woche.

Vor genau einer Woche, am 28. September, gab es in Österreich 8.950 aktiv Infizierte – zum Montags-Wert von 9.020 bedeutet diese eine Steigerung von fünf Prozent. Ein deutliches Plus gab es innerhalb einer Woche bei Intensivpatienten – sie stiegen von 88 am vergangenen Montag auf 101, was einer Zunahme von knapp 15 Prozent bedeutet. Das ist zwar noch deutlich vom bisherigen Höchstwert von 267 Intensivpatienten am 8. April entfernt, allerdings befand sich Österreich damals im Lockdown und Krankenhäuser im Gegensatz zu heute nicht im Vollbetrieb. Im Routinebetrieb liegt die Auslastung der Intensivkapazitäten in Spitälern in der Regel deutlich über 80 Prozent, in vielen Häusern auch bei 90 Prozent und mehr.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht unterdessen derzeit keinen Bedarf an einer generellen Maskenpflicht im Freien, wie sie in Italien angesichts der dort steigenden Infektionszahlen diskutiert wird. Zufrieden sei er darüber, dass Schritt für Schritt das Bewusstsein für die Maßnahmen in geschlossenen Räumen wieder wachse. Dies sei “ein wesentlicher Schritt zum Erfolg”.

Es spreche für Italien, dass dort ein Diskurs über Maskenpflicht im Freien geführt werde, obwohl die Zahlen im Vergleich zu manch anderen Länder vergleichsweise stabil seien. Hierzulande bestehe im Freien nur auf Märkten eine Pflicht zum Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes, so Anschober: “Und im Freien sehe ich auch derzeit darüber hinaus auch nicht den Bedarf, muss ich ganz offen sagen.”

Die Frage, ob etwaige andere Verschärfungen geplant seien, beantwortete Anschober damit, dass die bundesweiten Maßnahmen, die vor knapp drei Wochen umgesetzt wurden, zu wirken scheinen. Derzeit liege der Schwerpunkt bei zusätzlichen regionalen Maßnahmen, überall dort, wo ein höheres Risiko herrsche, also etwa in den orangenen Bezirken, so Anschober. Dort werde spezifisch auf das Ausbreitungsgeschehen eingegangen.

In Kärnten wurde unterdessen wegen eines Corona-Falls in der Lehrerschaft die Mittelschule Feistritz an der Drau im Kärntner Bezirk Villach-Land für vorerst zehn Tage geschlossen. Die infizierte Lehrkraft hatte in fünf Klassen unterrichtet. Die Schüler der betroffenen Klassen und sämtliche Lehrer der Schule befinden sich nun in Quarantäne und werden auf Covid-19 getestet. Weil es keine verfügbaren Lehrer an der Schule mehr gibt, musste die Schule komplett geschlossen werden. Das bedeutet, dass auch der Unterricht für die verbleibenden sieben Klassen auf Distance Learning umgestellt wird.

Im Zusammenhang mit einem Eishockey-Trainingslager in St. Pölten wurden am Montag zehn Coronavirus-Infektionen gemeldet. Insgesamt sollen an der Veranstaltung nach Angaben des Büros von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) 29 Personen aus Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten teilgenommen haben.

Von: apa

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