Viele Menschen mit Rauchgasvergiftungen

Mehrere Tote bei Brand in Altersheim bei Moskau

Montag, 11. Mai 2020 | 06:15 Uhr

Mehrere ältere Menschen sind bei einem schweren Brand in einem Seniorenheim in der Nähe von Moskau ums Leben gekommen. Mindestens zehn Menschen starben nach Angaben von Einsatzkräften bei dem Feuer in dem Hospiz in der Stadt Krasnogorsk rund 20 Kilometer westlich der russischen Hauptstadt, wie die Agentur Interfax in der Nacht auf Montag meldete. Etwa 20 Menschen konnten gerettet werden.

Es gab mehrere Verletzte, wie der russische Zivilschutz mitteilte. Das Feuer sei gelöscht. Viele Menschen hätten Rauchgasvergiftungen erlitten. Die genauen Zahlen der Opfer und Geretteten war zunächst unklar.

Ein defekter Warmwasserboiler im Duschraum des Heims könnte den Brand ausgelöst haben, wie die Staatsagentur Tass unter Berufung auf Einsatzkräfte meldete. Es habe sich womöglich um ein illegal betriebenes Heim zur Betreuung Sterbender in einem einfachen Wohnhaus gehandelt, hieß es. In dem Anwesen sollen 29 Patienten untergebracht gewesen sein. Acht Mitarbeiter seien dort tätig gewesen, hieß es. Einige der älteren Menschen seien bettlägerig gewesen und hätten sich nicht selbst in Sicherheit bringen können.

Wegen Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es in Russland immer wieder zu schweren Bränden mit hohen Opferzahlen. Am 8. April starben bei einem Brand in einem privaten Altenheim in Moskau vier Menschen, 16 wurden verletzt. Ende April kam eine achtköpfige Familie bei einem Feuer in einem Holzhaus in der Stadt Wyborg in der Nähe von St. Petersburg ums Leben.

Von: APA/dpa