Die Verletzten sind mittlerweile außer Lebensgefahr

Messerattacke auf Schüler in Tirol: Streit bereits in Klasse

Donnerstag, 27. September 2018 | 16:40 Uhr

Der Messerattacke eines 19-Jährigen am Dienstagabend vor einer Berufsschule in Absam in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) auf zwei 16-Jährige mit einem Klappmesser dürfte bereits ein Streit im Klassenzimmer vorausgegangen sein. Nach dem Unterricht hatte sich die aufgebaute Spannung zwischen den Burschen dann entladen, sagte LKA-Ermittler Christoph Hundertpfund am Donnerstag zur APA.

Zwischen dem 19-Jährigen und einem der beiden 16-Jährigen hatte sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ein Streit entwickelt. “Der 16-Jährige verhielt sich daraufhin passiv und versuchte den 19-Jährigen zu ignorieren, was diesen jedoch nur noch mehr in Rage versetzte”, schilderte Hundertpfund. Nähere Details zu dem Streit und worum es dabei ging, wollte der Ermittler nicht nennen. Dies sei eine Privatangelegenheit der Betroffenen.

Der 19-Jährige hatten den beiden Jugendlichen einen Bruststich bzw. einen Stich in den Hals versetzt. Daraufhin wurde der 19-Jährige von Mitschülern überwältigt und ebenfalls verletzt. Die Verletzten wurden in die Innsbrucker Klinik bzw. in das Krankenhaus Hall eingeliefert. Der 19-Jährige erlitt einen Schädelbruch. Der 16-Jährige, dem in die Brust gestochen wurde, konnte mittlerweile von den Kriminalisten befragt werden. Doch auch die anderen beiden seien außer Lebensgefahr und “auf dem Weg der Besserung”, sagte Hundertpfund. Sie konnten jedoch noch nicht befragt werden.

Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf. Bei dem Täter sowie einem Opfer handelte es sich laut Hundertpfund um Einheimische, bei dem zweiten Opfer um einen Briten.

Von: apa