Einer der Angriffe ereignete sich in Nürnberg

Messerattacken auf zwei Frauen in Deutschland

Sonntag, 17. Februar 2019 | 17:34 Uhr

Bei Messerangriffen sind zwei Frauen in Bayern und Niedersachsen schwer verletzt worden. Ein Täter fügte einer 21-Jährigen auf ihrem Nachhauseweg vom Feiern in Nürnberg mehrere Stiche in den Oberkörper zu. Die Ermittler nahmen nach einer Großfahndung einen jungen Mann fest. In Lingen im Emsland zogen zwei Männer eine 44-Jährige vom Fahrrad, stachen auf sie ein und verletzten sie ebenfalls schwer.

Beide Attacken in der Nacht auf Sonntag kamen laut Polizei für die Opfer völlig überraschend. Die Motive waren zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg stellte gegen den 25-jährigen Verdächtigen aus dem Irak Haftantrag wegen versuchten Mordes. Ein Richter sollte über eine mögliche Untersuchungshaft am Montag entscheiden. Der Aufenthaltsstatus des Verdächtigen konnten die Beamten bis zum Sonntagnachmittag nicht klären.

Im Emsland suchte die Polizei bis zum Nachmittag nach den beiden Männern, die mehrfach auf die 44-Jährige eingestochen hatten. Einer der Verdächtigen war maskiert. Die Angreifer sollen sehr jung gewirkt haben, eventuell handle es sich um Jugendliche, hieß es.

Die 21-Jährige und eine 18 Jahre alte Begleiterin seien in der Nacht auf Sonntag in mehreren Diskotheken in Nürnberg gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Angriff habe es zwischen dem Verdächtigen und der 18-Jährigen noch eine Rangelei gegeben. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten kannten sich die Frauen und der 25-Jährige nicht. Vor der Tat hatte es laut Ermittlern kein Gespräch zwischen den Beteiligten gegeben. Die junge Frau sei ohne erkennbaren Anlass attackiert worden.

Die Attacke in Nürnberg erinnert an ähnliche Fälle im Dezember 2018: Damals hatte ein Mann in der fränkischen Stadt drei Frauen mit Messern angegriffen und schwer verletzt. Auch er hatte nach Polizeiangaben unvermittelt zugestochen. Seine Opfer hatte der Deutsche nicht gekannt. Wegen versuchten Mordes in drei Fällen sitzt er in Untersuchungshaft.

Von: APA/dpa