Der junge Mann schweigt weiter zu den Vorwürfen

Messerstecherei in Tirol: U-Haft über 19-Jährigen verhängt

Dienstag, 15. Mai 2018 | 15:27 Uhr

Nach einer Messerstecherei unter Jugendlichen Sonntag früh in der Tiroler Bezirksstadt Imst, bei der ein 17-jähriger Vorarlberger getötet wurde, ist über den 19-jährigen mutmaßlichen Haupttäter die Untersuchungshaft verhängt worden. Es bestehe der dringenden Verdacht des Mordes, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der APA am Dienstag.

Indes schweigt der junge Mann laut Anklagebehörde weiter zu den Vorwürfen. Die Begleiter des Tatverdächtigen – ein 16-jährigen Österreicher, ein 18-jähriger Kosovo-Albaner und ein 21 Jahre alte Türke – wurden auf freiem Fuß angezeigt. Das Motiv sowie der genaue Tathergang waren vorerst weiter unklar, erklärte LKA-Ermittlerin Katja Tersch der APA. Auch die Befragungen der beiden anderen Vorarlberger Jugendlichen, die mit dem 17-Jährigen unterwegs gewesen waren, hätten vorerst nichts Konkretes ergeben. Zudem müsse man noch die Spurenauswertung abwarten.

Die beiden Gruppen aus drei bzw. vier Personen waren zuvor bei einer nahe dem Tatort veranstalteten Großparty, die bis 4.00 Uhr früh dauerte. Dort dürfte es zwar bereits zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen ein, so Tersch. Der Ablauf der Party dürfte aber nichts mit der anschließenden Tat zu tun haben.

Der tödliche Streit entbrannte schließlich kurz vor 5.30 Uhr auf dem Parkplatz des örtlichen Sportzentrums. Der 19-Jährige soll ein Messer gezogen und auf den 17-Jährigen eingestochen haben. Danach flüchteten er und seine drei Freunde zu Fuß vom Tatort in Richtung Stadtmitte. Die Burschen wurden allerdings kurz darauf im Rahmen einer Sofortfahndung festgenommen. Das 17-jährige Opfer wurde noch von einem Notarzt versorgt, der Jugendliche erlag aber wenig später den schweren Verletzungen. Sein gleichaltriger Begleiter musste wegen eines gebrochenen Unterarms versorgt werden. Das verwendete Messer, dessen sich die Jugendlichen auf ihrer Flucht entledigt hatten, wurde sichergestellt.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Messerstecherei in Tirol: U-Haft über 19-Jährigen verhängt"


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Paul
Paul
Superredner
6 Tage 10 h

die schlimmste aber angemessenste Strafe währe alle auszuweisen um weiteres Unheil. zu vermeiden

Lumberjack
Lumberjack
Grünschnabel
6 Tage 10 h

oder gleich die Todesstrafe. Diese käme dem Staat um einiges Billiger. 

Bozen77
Bozen77
Neuling
6 Tage 9 h

Was soll daran schlimm sein, wenn ein Mörder ausgewiesen wird? Der soll für das was er getan hat, zumindest im Interesse der Angehörigen, sein Leben lang dafür abbezahlen. Tagsüber Zwangsarbeit und Nachts pünktlich in Haft.

Staenkerer
6 Tage 8 h

@Bozen77 ausweisn mit der bedingung daß er in seiner meimat als mörder verurteilt werd und dort noch ihre gsetze dafür gstroft werd!

Mastermind
Mastermind
Superredner
6 Tage 8 h

Eine gerechte Strafe wäre Einzelhaft für 20 Jahre. Einzelhaft hat die höchste Quote an Selbstmorde, wenn man den ganzen Tag nur sich und seine Gedanken hat, da brechen die härtesten Verbrecher geistig ein. So jemand hat nämlich nicht in unserer Gesellschaft zu suchen, eine Chance in Europa erhalten und wie so oft und zu oft verspielt!

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