Oftmals fehlt sauberes Wasser

Milliarden Menschen fehlen Trinkwasser und Toiletten

Donnerstag, 13. Juli 2017 | 10:09 Uhr

Fast ein Drittel der Weltbevölkerung hat nach einer neuen UNO-Studie zu Hause kein zuverlässig sauberes Trinkwasser. Das sind 2,1 Milliarden Menschen. Bei Abwasser ist die Situation noch schlimmer: Nur ein Viertel der Menschen weltweit, 1,9 Milliarden, hat Toiletten mit Anschluss an die Kanalisation, berichteten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UNO-Kinderhilfswerk Unicef.

Vielerorts fehle selbst in Schulen und Kliniken noch Seife und Wasser zum Händewaschen. “Sauberes Wasser und Abwasserentsorgung sollten nicht ein Privileg für Reiche und Menschen in Städten sein”, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. “Alle Länder haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass jeder Einwohner damit versorgt ist.” Verschmutztes Wasser und nicht entsorgte Fäkalien könnten Krankheit und Tod bringen.

Jedes Jahr sterben nach diesen Angaben 361.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall. Das sei meistens die Folge von verseuchtem Trinkwasser, das Cholera und andere Krankheiten auslösen könne.

Viele der 2,1 Milliarden Menschen hätten zwar Zugang zu sauberem Trinkwasser, müssten dafür aber teils lange Fußmärsche in Kauf nehmen. Andere tränken ungefiltertes Wasser aus Bächen oder Seen. Rund 844 Millionen Menschen fehlten aber selbst solche oft unsicheren Quellen für Trinkwasser. Weltweit verrichteten fast 900 Millionen Menschen ihr Geschäft noch im Freien. Zu den UNO-Entwicklungszielen gehört es, dass bis 2030 alle Menschen sicheres Trinkwasser und eigene Toiletten haben.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Milliarden Menschen fehlen Trinkwasser und Toiletten"


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traktor
traktor
Superredner
1 Monat 8 Tage

ärmel hoch und wasserleitung graben statt auf die stllie hilfe von europa warten!!

traktor
traktor
Superredner
1 Monat 8 Tage

jeder cent steuergeld muss in wichtige projekte z.b. wassetleitungen investiert werden das die zu selbstversorgern werden! sonst wwrden immer mehr europa “stürmen”

Lingustar
Lingustar
Superredner
1 Monat 7 Tage

Das musste mal den Terrorfürsten in Afrika sagen, aber die verbrauchen die Entwicklungshilfe lieber für Kalaschnikows und sonstigem Feuerwerk, aber natürlich erst, wenn die eigenen Taschen voll genug sind.

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