Alleine in den USA verursacht jeder rund 340 Gramm Plastikmüll täglich

Millionen Tonnen Mikroplastik im Atlantik

Mittwoch, 19. August 2020 | 10:16 Uhr

Im Atlantik befinden sich einer neuen Studie zufolge Millionen Tonnen Mikroplastik. Allein in den oberen Wasserschichten der ersten 200 Meter seien es annähernd zwölf bis 21 Millionen Tonnen des Abfalls. Zu dem Schluss kommen Messungen von Forschern des “National Oceanography Centre” (NOC) in Großbritannien, die in der Fachzeitschrift “Nature Communications” veröffentlicht wurde.

Bisher habe es wegen fehlender Mikroplastik-Messungen keine Möglichkeit für Wissenschafter gegeben, die angenommene Menge von in den Ozean gelangten Kunststoff mit der im Wasser abzugleichen, sagte Studienleiterin Katsiaryna Pabortsava. “Unsere Forschung ist die erste, die dies über den gesamten Atlantik von Großbritannien bis zu den Falklandinseln durchgeführt hat.”

Die NOC-Foscher berechneten dabei die Häufigkeit von drei verschiedenen Plastiksorten, die zusammen mehr als die Hälfte des weltweiten Kunststoffabfalls ausmachten. Dafür nahmen sie an insgesamt zwölf Orten Proben aus drei unterschiedlichen Tiefen innerhalb der ersten 200 Meter unterhalb der Wasseroberfläche. Sie fanden bis zu 7.000 Mikroplastik-Partikel mit einer Größe von mindestens 0,0032 Zentimeter pro Kubikmeter Meerwasser.

Die Wissenschafter wollen mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für eine bessere Bewertung der ökologischen Schäden durch Mikroplastik legen. Bisher fehlten solide Schätzungen zur Menge der Kunststoffe vor allem in abgelegenen Orten wie zum Beispiel mitten auf dem Ozean. Der gesundheitliche Einfluss des allgegenwärtigen Mikroplastiks auf Lebewesen beschäftigt die Forschung. Solche winzigen Partikel wurden unter anderem bereits in Schnee, Lebensmitteln und Trinkwasser nachgewiesen.

Alleine in den USA verursache jeder der rund 330 Millionen Einwohner jeden Tag rund 340 Gramm Plastikmüll, geht aus einer vor wenigen Monaten veröffentlichten Studie hervor. Dieser landet teilweise in der Natur und zerfällt dort langsam in immer kleinere Bestandteile. Die Mikroplastik-Partikel gelangen in Flüsse und Seen, das Meer, die Böden und auch die Atmosphäre. Ein Teil der Partikel sei über die Atmosphäre etwa bei Regen eingetragen worden – sie seien so klein, dass sie selbst über Kontinente hinweg transportiert würden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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18 Kommentare auf "Millionen Tonnen Mikroplastik im Atlantik"


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andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Und was passiert 🥺geh mal in ein Geschäft einkaufen

Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

nicht passiert, weil der homo stupidus ist und kein bisschen sapiens!

Server
Server
Tratscher
1 Monat 7 Tage

@ Jiminy
Voll der Meinung! 👍 Homo stupidus zu Gast auf Erden, wenn man “Gast” hier überhaupt sagen darf!

Nik1
Nik1
Superredner
1 Monat 7 Tage

Hier muss die Industrie etwas ändern!!! Ich versuche seit einiger Zeit weniger Plastikmüll zu haben. Aber wenn ich einkaufen gehe finde ich übertrieben viele Produkte in Plastik verpackt.

sophie
sophie
Superredner
1 Monat 7 Tage

Nik1
Zuerst muss die Politik was ändern, es braucht strenge Gesetze, die Industrie muss gezwungen werden weniger Plastik ein zu setzen, es braucht rigorose Strafen bei nicht Befolgung, überall Nylon, plasik und Stiropor, auch im Waschpulver, Zahnpasten (Pearls) und Kosmetik in Cremen…..

Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@sophie
WIR BÜRGER müssen was ändern!! Wenn wir auf der Politik warten dann… gutes Warten! WIR haben mit UNSEREN KONSUMENTSCHEIDUNGEN die Möglichkeit etwas zu bewegen!

Nik1
Nik1
Superredner
1 Monat 6 Tage

@Jiminy wir Bürger? Sorry Es ist auch nicht sinnvoll wenn ich von einem Geschäft ins nächste laufen muss wiel ich produkte in Glas oder Umwelt freundlicher Verpackung kaufen will

Luiz
Luiz
Neuling
1 Monat 6 Tage

Man muss nur in die richtigen Geschäfte gehen…

kleinerDONNER
kleinerDONNER
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

nur mehr krank, traurig, beschämend, unvorstellbar was hier abläuft… arme erde, arme tiere-…. und hierzulande gehts um 600 euro zu ergattern anstatt sich ernsthaft um nachaltiges leben zu kümmern… wahnsinn…😢

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
1 Monat 7 Tage

Sell muas a olls 10 mol ein gepockt sein a Wahnsinn

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Ca. 50 % des Mikroplastiks stammen laut Statistiken vom Straßenbelag- und Autoreifen-Abrieb.
Der Großteil dürfte von LKWs stammen, also die auf die Straße verlegten “Lager” für first-in-first-out aus aller Herrenländer.

Savonarola
1 Monat 7 Tage

der Westen ist restlos seinem Untergang geweiht, und der Rest des Planeten ebenso.

Neuling
Neuling
Neuling
1 Monat 7 Tage

Ach was… mikroplastik kann man doch nicht messen… und schon gar nicht im Meer… das ich nicht lache🤣🤣

sophie
sophie
Superredner
1 Monat 7 Tage

@Neuling
Wie intelligent bist du denn, so wie du denkst, solche gibt es leider noch viel zu viele auf dieser Welt, es soll ja Menschen geben die von Tag zu Tag leben. Kann man nur hoffen dass immer mehr, zwecks Umweltbewusstsein umdenken…..

Luiz
Luiz
Neuling
1 Monat 6 Tage

Und bei manchen Menschen kann wohl auch kein Hirn nachgewiesen werden

eisern
eisern
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Ich habe letztes Jahr so viel Müll aus der Adria gefischt wie nie zuvor. Es muss jeder mitmachen .Einwegflaschen und Tüten gehören verboten .Es gibt nur eine Erde.

sophie
sophie
Superredner
1 Monat 7 Tage

Wie lange wird der Planet Erde da noch mit machen. Man muss voraus denken in die Zukunft. Welche Erde welche Umwelt wieviel Wasser wieviel sau ere Luft um atmen zu können, DAS ALLES, WAS VONDEM WOLLEN WIR UNSERER JUGEND UNSEREN HEUTE NOCH KLEINEN KINDERN, WAS UND WIE GEBEN WIR ES IHNEN MIT ????????

Tratscher
1 Monat 7 Tage

Mein Vater versuchte bereits 1973 Plastic zu meiden. Er war so einsam…

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