Der Iran ist von einer Flutkatastrophe betroffen

Mindestens 17 Tote nach Unwettern im Iran

Montag, 25. März 2019 | 15:57 Uhr

Bei Unwettern und Überschwemmungen in mehreren Teilen des Irans hat es nach amtlichen Angaben mindestens 17 Tote und mehr als 70 Verletzte gegeben. Rettungsteams befürchteten, noch mehr Leichen zu finden. Der Wetterdienst warnte am Montag, dass in den nächsten 72 Stunden zwölf Provinzen von den Überschwemmungen betroffen sein könnten.

Wegen der Unwetter wurden mehrere Inlandsflüge gestrichen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Am heftigsten waren laut Medienberichten die Überschwemmungen in den Provinzen Golestan und Masandaran im Nordiran sowie Fars im Süden und Khusstan und Chorramabad im Südwesten betroffen. In den nördlichen Provinzen seien zwei, im Süden und Südwesten mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Weil es landesweit regnete, gab es am Montag auch Warnmeldungen für andere Provinzen, unter anderem für die Hauptstadt Teheran. Viele Iraner sind wegen der persischen Neujahrsferien gerade auf Reisen.

Präsident Hassan Rouhani hat am Montag die Behörden in den betroffenen Provinzen aufgefordert, in höchster Bereitschaft zu sein. Vizepräsident Eshaq Jahangiri hat eine Krisensitzung einberufen. Die Flut forderte auch ein erstes politisches “Opfer”. Der Gouverneur der Provinz Golestan wurde entlassen, weil er nach den Überschwemmungen in der Provinzhauptstadt Gorgan nicht aus seinem Neujahrsurlaub zurückgekehrt war.

In der Zwischenzeit wurden auch die Armee und die Revolutionsgarden zu den Rettungsarbeiten herangezogen. Die Feuerwehr und die Rettungsteams des Roten Halbmonds waren in den betroffenen Provinzen total überfordert.

Von: APA/dpa

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