Der Fahrer verlor die Kontrolle

Mindestens 20 Hindu-Pilger bei Busunfall in Indien gestorben

Mittwoch, 24. Mai 2017 | 10:35 Uhr

Bei einem schweren Busunfall im Norden Indiens sind mindestens 20 Menschen gestorben. Sechs weitere wurden verletzt, drei werden noch vermisst. Nach Angaben der Polizei kam der Bus in der Nacht auf Mittwoch von einer Bergstraße nahe der Stadt Dharasu im Bundesstaat Uttarakhand ab und stürzte einen rund 150 Meter tiefen Abhang hinunter in einen Fluss.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Unter den 20 Toten seien auch der Fahrer und der Schaffner des Busses.

Rettungskräfte versuchten, die sechs Verletzten nach Dehradun auszufliegen, die Hauptstadt von Uttarakhand. Der Bus war unterwegs in den weiter südlich gelegenen Bundesstaat Madhya Pradesh. Laut Polizei waren die Passagiere auf dem Weg nach Hause, nachdem sie die berühmte hinduistische Pilgerstätte Gangotri besucht hatten.

Indien gehört zu den Ländern mit den meisten Verkehrstoten der Welt. Die häufigsten Ursachen für Unfälle sind marode Straßen und Fahrzeuge, überfüllte Verkehrswege und Fahren mit zu hoher Geschwindigkeit. Nach Angaben des indischen Verkehrsministeriums starben im Jahr 2015 mehr als 146.000 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Indiens Straßen.

Von: APA/dpa