Libysche Küstenwache soll Schüsse auf Migrantenboot abgegeben haben

Mindestens 43 Migranten vor Tunesiens Küste ertrunken

Samstag, 03. Juli 2021 | 15:39 Uhr

Vor Tunesiens Küste sind nach Angaben des Roten Halbmondes mindestens 43 Migranten bei einem Schiffsunglück ertrunken. Sie hätten versucht, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Italien und damit in die EU zu gelangen, teilte der tunesische Ableger der Hilfsorganisation am Samstag mit. 84 Menschen seien von der Marine gerettet worden. Das Boot sei in Suwara an der Nordwestküste Libyens gestartet. An Bord seien Menschen aus Ägypten, Sudan, Eritrea und Bangladesch gewesen.

Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) wurden 14 Leichen von Migranten am Strand von Zawia in Libyen gefunden. Dies berichtete IOM-Sprecherin Safa Msehli auf Twitter. “Eine traurige Erinnerung daran, dass viele Menschen im Mittelmeer in unsichtbaren Schiffswracks ertrinken, weil es keine effektive und verantwortungsvolle staatliche Suche und Rettung gibt”, betonte Msehli.

Hunderttausende Menschen haben sich in den vergangenen Jahren über das Mittelmeer auf den Weg nach Europa gemacht, oft fliehen sie vor Konflikten und Armut in ihrer Heimat. Meist stammen die Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten.

In den vergangenen Wochen hat es vor der tunesischen Küste bereits mehrere Schiffsunglücke gegeben, bei denen Dutzende Menschen ertrunken sind. Erst Anfang Juni kamen mehr als 20 Migranten aus Afrika ums Leben. Auch sie wollten nach Italien.

Da sich das Wetter während des Sommers verbessert hat, versuchen zahlreiche Menschen über den gefährlichen Seeweg in kleinen, oft überfüllten und kaum seetauglichen Booten von Afrika nach Europa zu gelangen. Meist starten sie von Tunesien und Libyen aus in Richtung Italien. Häufig ist die italienische Insel Lampedusa das Ziel. In den vergangenen Jahren waren weniger Menschen in Italien angekommen, doch seit 2021 werden es wieder mehr. Nach Angaben des Innenministeriums in Rom erreichten seit Jahresbeginn fast 19.800 Migranten Italien, im selben Zeitraum 2020 waren es rund 6700.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch erstattete unterdessen bei der Staatsanwaltschaft des sizilianischen Stadt Agrigent Anzeige, nachdem ein libysches Patrouillenboot Schüsse auf ein mit Migranten besetztes Boot abgegeben hatte. Die libysche Küstenwache leitete nach der Veröffentlichung des Videos, das von einem Flugzeug einer NGO aufgenommen wurde, eine interne Untersuchung ein.

Die Behörden auf Sizilien hatten zuvor das Seenotretterschiff “Geo Barents” der Organisation Ärzte ohne Grenzen festgesetzt. Am Freitag hätten Kontrolleure in der Hafenstadt Augusta das Schiff über mehrere Stunden inspiziert, teilte Ärzte ohne Grenzen am Samstag mit. Die “Geo Barents” werde nun wegen Mängeln festgehalten. Ärzte ohne Grenzen sieht nach eigenen Angaben hinter den Kontrollen das Ziel der Behörden, gegen Schiffe von privaten Hilfsorganisationen diskriminierend vorzugehen.

Immer wieder halten die italienischen Behörden Schiffe der privaten Seenotretter fest. Betroffen sind derzeit die “Sea-Eye 4” und die “Sea-Watch 4”. Die zuletzt festgesetzte “Sea-Watch 3” bekam nach Angaben einer Sea-Watch-Sprecherin die Genehmigung, in ihren spanischen Heimathafen Burriana zu fahren, um Mängel zu beheben. Oft beanstanden die Behörden ihre Ausrüstung oder dass sie für ihre Einsätze in der falschen Klasse kategorisiert sind.

Von: APA/dpa/Reuters

Kommentare

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37 Kommentare auf "Mindestens 43 Migranten vor Tunesiens Küste ertrunken"


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Vfc
Vfc
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Ich bin nicht gegen auslaender, aber italien kann nun mal nicht einfach so halb afrika auf nehmen

nickzz
nickzz
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Die par 100Tausend Flüchtlinge tun Italien und Europa nicht weh, wenn sie richtig integriert würden.

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 2 Tage

Du bist ja wirklich lieb, nichts gegen Ausländer. Du bist vermutlich nur für jene, die Devisen ins Land bringen. Auf alle anderen, auf die darf geschossen werden und die lassen wir ertrinken. Statt halb Afrika aufzunehmen, was natürlich Blödsinn ist, sollten wir aufhören, den Kontinenten auszubeuten, damit die Menschen dort eine Chance haben und sich nicht auf den Weg machen müssen

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

@ivo815 das betrifft die Politik, bezahlen dafür müssen die normalen Bürger!

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

@nickzz um richtig integriert zu sein braucht man einen Arbeitsplatz und nicht die Caritas!

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

@ivo815 Wie die einen das Menschenrecht auf Asyl beanspruchen, verlangen die anderen die freie Marktwirtschaft.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 1 Tag

trina1

Da bin ich deiner Meinung, es braucht nicht die Caritas,
sondern einen Arbeitsplatz, zudem auch noch die haerte des Gesetzes, sollte jemand seine “VERGANGENHEIT” hier bei uns ausleben wollen (Kriegsgelueste, Mord, Vergewaltigung, Diebstahl usw.!)

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 1 Tag

ivo815

Sage das lieber den Regierungen von England/ China / den USA und allen voran den Franzosen!

Denn, es sind die Franzosen die 1/4 – 1/5 von Afrika durch ihrer Muenze kontollieren.

Auf italienisch sagt man dazu “signoraggio” !

siehe auch:
https://www.ecb.europa.eu/explainers/tell-me/html/seigniorage.it.html

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

@ischJOwurscht einverstandn!

gschaidian
gschaidian
Superredner
1 Monat 1 Tag

Illegale Migration ist eine Straftat. Wer mit der Mafia paktelt und keine nachweisbare Identität vorzuweisen hat, der darf die Eu nicht betreten. Es gibt legale Migration nach bestimmten Kriterien und legale Flüchtlingsaufnahme über Resettlement. Je mehr illegale Migranten genommen werden desto mehr werden ertrinken. Wenn dieser Weg versperrt bleibt macht sich auch keiner auf den Weg.

Oracle
Oracle
Superredner
1 Monat 1 Tag

@nickzz, 100000de, die eine Wohnung brauchen, zur Schule müssen, eine Grundversorgung brauchen, haben Anspruch auf Sozialleistungen, medizinische Versorgung, es sind keine Fachkräfte, wer soll das jahrelang bezahlen? Da kostet die Entwicklungshilfe im eigenen Land viel weniger. Anders herum werden arme Länder immer arm bleiben, die die können, werden nach Eu abwandern. Keine Lösung!

Oracle
Oracle
Superredner
1 Monat 1 Tag

… wie der Bahnhofspark in Bozen oder viele andere Städte in EU. Minderjährige unbegleitete Migranten? Naja, Eltern ausfindig machen und Kinder abholen lassen.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage
Hallo zum Samstag, es langt jetzt mit dem “Retten” und der Kumpanei zwischen linksradikalen Weltverbesserungsfanatikern (gerne aus D) und mafiösen afrikanischen Schlepperbanden. Das sind deren Tote, da hat wohl der “Handshake” nicht geklappt zwischen Schlepper und Retter. Die Süditaliener haben komplett recht wenn sie dieses Treiben jetzt unterbinden. Ich kann auch nicht 14 Tage in Südtiroler Hotels  logieren, jeden Tag mit einem gespendeten Kleinbus nach Meran/Bozen kutschieren und alles Elend dieser Städte dem dortigem Empfangschef in die Lounge übergeben. Spätestens am dritten Tag hab ich einen Reifenschaden oder das Fahrzeug leidet an Spontanentzündung. Italien muss hier streng durchgreifen und diesen… Weiterlesen »
ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 2 Tage

Lieber 10 Geflüchtete in unserem Land, als einen AfDler

Peerion
Peerion
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Ja, wenn du deren Sozialhilfe zahlst…

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

@Peerion
Dummes Gelaber haben die einen. Zahlen dürfen die anderen.

So sehe ich das
So sehe ich das
Tratscher
1 Monat 1 Tag

@Ivo815
Ich dorholte lieber ein AFDler als 10 Wirtschaftsflüchtlinge, lieber ein Haustier als 10 Links-Grüne 🙂
Li

p.181
p.181
Tratscher
1 Monat 1 Tag

@ivo815 

Man sieht wie gut die mediale Hetze wirkt

Frank
Frank
Superredner
1 Monat 1 Tag

@So sehe ich das Wenn Du alle AfDler bei Dir aufnimmst, sehr gerne. Nicht nur ich wäre Dir dafür sehr dankbar, und wir wären die endlich los.

Peerion
Peerion
Tratscher
1 Monat 2 Tage

Es wird noch schlimmer werden mit der Kriminalität in ganz Europa, denn in Nordafrika bahnt sich neues unkontrollierbares Migrationsunheil an für Europa.
“In den Maghrebstaaten leben einige Millionen junge Männer, die in ihren Ländern keine Zukunft mehr sehen. Die Corona-Pandemie hat die Lage zusätzlich verschärft. Schon in wenigen Wochen ist mit einer starken Migrationswelle aus Nordafrika zu rechnen.“
https://www.nzz.ch/meinung/massenmigration-aus-dem-maghreb-europa-sollte-vorausschauen-ld.1605532

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 1 Tag

Dieser Bockmist wird bereits seit 6 Jahren verbreitet.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 1 Tag

ivo815

meintest du deinen Post jetzt ??? “Bockmist” ??? ;-))

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
1 Monat 1 Tag

ivo815

Vielleicht muss ich dir doch recht geben!

Wie war doch gleich ein anderer Post von dir?

….. Lieber 10 Geflüchtete in unserem Land, als einen AfDler …

Wenn du 10 gefleuchtete minderjaehrige Kinder mit Vollbaerten meinst, dann bin ich bei dir! ;-)))))))))))))))))))))))))

gschaidian
gschaidian
Superredner
1 Monat 1 Tag

Jedes Land hat die Pflicht für seine Bürger zu sorgen. Speziell in Afrika die auf einem Haufen Rohstoffen sitzen klimatisch begünstigt sind und vom Tourismus leben könnten. Entwicklungshilfe gibt es seit Ewigkeiten. Vor diesen Voraussetzungen können nur die korrupten Politiker das Volk ausbeuten.

Frank
Frank
Superredner
1 Monat 1 Tag
@gschaidian Korrupte Politiker, die von der westlichen Welt gestützt werden. Schließlich wollen wir auch weiter billigste Rohstoffe und Produkte. Und wenn einer dieser Politiker doch mal aus der Reihe tanzt und etwas zum Wohl des Landes und des Volkes tut, und sind die Taten noch so bescheiden, wird mal schnell ein kleiner Umsturz arrangiert. Warum sonst unternimmt Niemand etwas dagegen, daß Milliarden an Hilfsgeldern bei korrupten Clanchefs, Warlords, Politikern, …, versickern und bei Denen, für die sie gedacht sind, nie etwas ankommt, man braucht diese Marionetten. Dabei ist es auch ganz gleich, ob die Drahtzieher nun westliche Staaten oder Konzerne… Weiterlesen »
ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 1 Tag

@gschaidian du hast den Geschichtsunterricht vollkommen verschlafen

gschaidian
gschaidian
Superredner
1 Monat 1 Tag
Nein habe ich nicht, denn dieses alte Narrativ von den Ländern die Afrika so schlimm ausbeuten ist längst überholt. Wer zwingt denn die afrikanischen Staaten sich ausbeuten zu lassen. Wohl nur sie selber. Da gibt es genug korrupte Kleptokraten die das Landesvermögen verscherbeln, die Gewinne in die eigenen Tasche stecken, anstatt sie der Bevölkerung zugute zu kommen zu lassen um Schulen, Krankenhäuser, moderne Landwirtschaft und andere Infrastruktur aufzubauen. Das geht schon seit Jahrzehnten so. Du wirst doch nicht behaupten dass diejenigen mit den günstigsten Voraussetzungen weltweit, die armen Opfer der Ausbeuter sind. Sie sind unfähig aus den Ländern etwas zu… Weiterlesen »
fritzol
fritzol
Superredner
1 Monat 2 Tage

solange Europa sich nicht einig ist über die aufnahme der Bootsfahrer sollten sie gehindert am start werden

Oracle
Oracle
Superredner
1 Monat 1 Tag

…@frotzol, wir sollte schon zwischen Seenotgeretteten und Einwanderer unterscheiden. Dies wird aber gerade ausgenutzt. Es sind nicht Lybier, die gerettet werden, sondern zumeist Zentralafrikaner oder aus anderen fernen Länder. Man stelle sich vor, vor der eigenen Haustür kommt es zu einem Unfall und wir lassen die Verunfallten in unserem Garten sitzen, haben dann diese automatisch ein Bleiberecht? Ich denke nicht! Eines ist retten, was anderes zu verlangen….Nebenbei, sichere Häfen haben auch Tunesien und Algerien, es werden aber gewollt Eu-Häfen angefahren, was schon verdächtig ist…

Krotile
Krotile
Superredner
1 Monat 2 Tage

Vielleicht schafft man es ja endlich, dass man diesen Menschen IN IHRER HEIMAT HILFT!!! dann würden solche Tragödien ausbleiben. Wenn ich mir die Menschen ansehe, die es ohne zu ertrinken hier her geschafft haben, sehe ich weder glückliche noch zufriedene Gesichter!  

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Krotile, hätten sie die Regiurngen nicht gestürzt, wer die Armut dieser Länder kennt, weiss dass es ihnen in ihrer Heimat nicht viel schlechter gegangen ist! Die Armut waren sie gewohnt ein besseres Leben wurde ihnen versprochen und die Menschenhändler samt Mafia haben damit viel Geld verdient!

Krotile
Krotile
Superredner
1 Monat 1 Tag

Trina …. stimmt!!!

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

@Krotile 🤗

Anduril61
Anduril61
Tratscher
1 Monat 1 Tag

Diese Rettungsboote gehören nach dem Einlaufen in einen italienischen Hafen beschlagnahmt und die Besatzung samt der Geretteten in fluchtsichere Einrichtungen untergebracht bis die Personalien und Herkunft eines jeden geklärt sind. Wer ohne Papiere ist sollte sich auf einen längeren Aufenthalt in einer Abschiebeeinrichtung einstellen. Die Boote sollten wie auch bei Autos oft der Fall versteigert werden um die Kosten der Alimentierung der Gäste zu finanzieren….

gschaidian
gschaidian
Superredner
1 Monat 1 Tag

Es ist überhaupt unverständlich, dass Leute ohne nachweisbare Identität und ohne Aufenthaltstitel mitten in der Gesellschaft herumlaufen. Dürfen wir das in anderen Ländern tun?

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

@gschaidian nein das dürfen wir nicht!

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