Suche mit sechs Baggern

Mindestens 46 Tote durch Erdrutsch an Müllhalde in Äthiopien

Sonntag, 12. März 2017 | 18:22 Uhr

Nach einem Erdrutsch auf einer Mülldeponie in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist die Zahl der Toten auf 46 gestiegen. Das erklärte der Bürgermeister der Stadt, Diriba Kuma, am Sonntag. Die meisten Opfer seien Frauen. Die Helfer vermuteten weitere Opfer unter den Müllmassen. Bei dem Unglück am Samstag seien zahlreiche Gebäude und Hütten verschüttet worden.

Anrainer sollen nun umgesiedelt werden. Auf der Müllkippe Koshe wird seit mehr als 50 Jahren der Abfall Addis Abebas gelagert. Für einige Jahre war sie stillgelegt, wurde aber kürzlich wieder in Betrieb genommen, weil Bauern eine geplante Deponie in ihrer Region blockiert hatten.

Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von der Müllhalde, dass sich offenbar ein Teil eines Müllbergs gelöst hatte. Mehrere ärmliche Hütten auf der Mülldeponie Koshe und in einem angrenzenden Armenviertel wurden verschüttet. Aus dem Müll ragten Bauteile der zerstörten Hütten hervor.

Mit sechs Baggern wurde am Sonntag nach möglichen weiteren Verschütteten gesucht. Die Polizei musste Schaulustige von der Müllhalde fernhalten.

Koshe bedeutet in der Landessprache “Schmutz”. Seit mehr als 40 Jahren ist die Mülldeponie der Hauptentsorgungsort für den Abfall der rasant wachsenden Hauptstadt Addis Abeba, in der bereits vier Millionen Menschen leben.

Von: APA/ag

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz