Die Opferzahl werde vermutlich noch steigen

Mindestens 57 Tote nach Erdrutschen in Bangladesch

Dienstag, 13. Juni 2017 | 15:12 Uhr

Bei mehreren Erdrutschen in Bangladesch sind mindestens 57 Menschen getötet worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, starben die Menschen am Montag und Dienstag nach heftigen Regenfällen in den Bezirken Rangamati und Bandarban. Die Opferzahl werde vermutlich noch steigen, da viele Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten seien.

Die Bergungsarbeiten seien in vollem Gange, sagte der Chef des Katastrophenschutzes, Reaz Ahmed. Viele der betroffenen Regionen seien jedoch noch nicht zugänglich. Erst wenn die Regenfälle vorüber seien, werde sich das ganze Bild der Zerstörungen zeigen. Dann erst könnten auch die Bergungsarbeiten in vollem Umfang beginnen.

Unter den Toten im Bezirk Rangamati waren den Angaben zufolge zahlreiche Ureinwohner. In dem Gebiet an der Grenze zu Indien leben mehrere Stämme. Den Behörden zufolge wurden dort mindestens 35 Menschen von Erdmassen verschüttet – einige von ihnen wurden im Schlaf in ihren Häusern von den Erdrutschen überrascht.

Auch mindestens vier Soldaten starben, die zur Räumung von Straßen nach Rangamati entsandt wurden. In Bandarban wurden mindestens sechs Menschen getötet, darunter drei Kinder.

Der Monsun legte auch den Verkehr in den Metropolen Dhaka und Chittagong teilweise lahm. Im Bezirk Chittagong kamen 16 Menschen ums Leben. Die Polizei ordnete die Evakuierung von mehreren Armenvierteln an. Tausende von Slum-Bewohnern, deren Hütten im Tal liegen, mussten ihre Behausungen verlassen.

Von: APA/ag.

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