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Mordprozess gegen Benno Neumair: Den Gutachtern das Wort

Donnerstag, 05. Mai 2022 | 08:32 Uhr

Bozen – Am heutigen Donnerstagvormittag wird am Bozner Landesgericht der Prozess gegen Benno Neumair fortgesetzt. Bekanntlich muss sich der Angeklagte wegen des Mordes an seinen Eltern und des Verbergens der Leichen verantworten. Vermutlich beginnt nun die entscheidende Phase.

Bei der heutigen Anhörung stehen die psychiatrischen Gutachter und Parteisachverständigen im Mittelpunkt. Die Anwälte Flavio Moccia und Angelo Polo, die die Verteidigung von Benno Neumair übernommen haben, hoffen, eine lebenslange Haftstrafe für ihren Mandanten abwenden zu können.

Dass der Angeklagte eine problematische Persönlichkeit hat, schien von Anfang an klar. Allerdings geht es auch um die Frage der Zurechnungsfähigkeit.

Wie die italienische Tageszeitung Alto Adige berichtet, gehen die Amtsgutachter davon aus, dass lediglich der zweite Mord, nämlich jener an der Mutter, geplant gewesen war. Der Angeklagte habe Laura Perselli aufgelauert, als sie nach Hause gekommen war. Den Mord an seinem Vater Peter habe Benno Neumair hingegen am frühen Nachmittag im Affekt begangen, nachdem es zu einem Streit gekommen war. Infolgedessen habe er den Vater erwürgt.

Die Verteidigung bestreitet diese Darstellung. Die Gutachter der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger gehen hingegen davon aus, dass Benno Neumair stets lineares Verhalten und geistige Klarheit an den Tag gelegt habe.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Mordprozess gegen Benno Neumair: Den Gutachtern das Wort"


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Mikeman
Mikeman
Kinig
16 Tage 3 h

bei solchen Verbrechen sollte der Staat definitiv einen Riegel vorschieben 
und Täter für immer wegsperren ohne geringsten Spielraum,das ganze ist längst schon vielmehr als beschämend 🤮.

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