Beamte entdecken Leiche in Grazer Wohnung

Mordverdacht in Graz: 43-Jähriger dürfte Frau getötet haben

Mittwoch, 07. April 2021 | 13:59 Uhr

Ein 43-jähriger Mann hat offenbar in Graz in einer Wohnung in der Idlhofgasse seine 38-jährige Frau getötet. Der Afghane kam am Mittwoch gegen 8.30 Uhr selbst zur Polizeiinspektion und gestand in gebrochenem Deutsch, “dass er soeben seine Gattin umgebracht habe”, hieß es seitens der Landespolizeidirektion Steiermark. Laut Polizeisprecher Fritz Grundnig wurde danach in der Wohnung die Leiche der Frau gefunden. Ein Messer wurde sichergestellt.

Die Tat dürfte ersten Erhebungen zufolge in den Morgenstunden verübt worden sein. Die vier Kinder des Paares waren zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause, sondern in der Schule. Wie genau es zu den Gewalthandlungen kam, müsse noch ermittelt werden, doch die mutmaßliche Tatwaffe wurde in der Wohnung entdeckt: ein Küchenmesser mit Holzgriff, sagte Grundnig. Es werde noch geprüft, ob es sich dabei um jene Waffe handelt, mit der die Afghanin getötet wurde.

Am Vormittag wartete man auf die Spurensicherung, die den Tatort noch genau erfassen wird. Der 43-jährige Verdächtige wurde noch in der Polizeiinspektion festgenommen, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete eine gerichtliche Obduktion der Leiche an. Das Motiv des mutmaßlichen Täters ist bisher ungeklärt.

Das Paar lebte mit seinen vier Kindern, zwei Mädchen im Alter von acht und zwölf Jahren, sowie zwei Burschen im Alter von 14 und 17 Jahren in der Wohnung. Der Nachwuchs wird von Mitarbeitern des Jugendamtes der Stadt Graz in Zusammenarbeit mit Mitgliedern eines Kriseninterventionsteams betreut. Beim Jugendamt liegen bisher keine Fälle von Problemen in der Familie auf, hieß es auf Nachfrage. Der APA-Zählung zufolge handelt es sich seit Jahresbeginn um den bereits siebenten Fall in Österreich, bei dem ein Mann seine Ehefrau, Ex oder Partnerin getötet hat.

Von: apa

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