Über Beschuldigte wurde U-Haft verhängt

Mutter dürfte ihr Baby in Wiener Spital erstickt haben

Samstag, 06. Januar 2018 | 11:24 Uhr

Offenbar aufgrund psychischer Probleme hat eine 37-Jährige am Mittwoch ihr acht Monate altes Baby in einem Wiener Spital erstickt. Anschließend unternahm die Frau einen Selbstmordversuch, wurde festgenommen und in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eingeliefert, berichtete die Polizei am Samstag.

Die Frau und das Kleinkind waren stationär im Spital aufgenommen worden. Dies stand jedoch nicht mit psychischen Problemen der Österreicherin in Zusammenhang, sondern mit einer körperlichen Krankheit.

Am Mittwoch entdeckte eine Spitalsmitarbeiterin zunächst, dass das Baby alleine war. Bei einer genaueren Untersuchung stellte sich heraus, dass der Bub tot war, worauf der Vater verständigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht offensichtlich, dass das Kleinkind in den Morgenstunden getötet worden war.

Die 37-Jährige wurde unmittelbar danach noch am Gelände oder im Nahbereich des Krankenhauses gefunden. Sie hatte versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Rettung brachte die Frau in ein anderes Spital. Erst danach wurde der Zusammenhang klar.

Eine Obduktion des Buben klärte nun die Todesursache zweifelsfrei, nämlich Ersticken. Daraufhin wurde U-Haft verhängt und die 37-Jährige, die bisher nicht polizeilich auffällig gewesen war, in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eingeliefert.

Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, verwies gegenüber der APA auf das laufende, noch am Anfang stehende Ermittlungsverfahren, weshalb sie keine Auskunft geben dürfe. Dieses sei im Gegensatz zum Hauptverfahren “nicht öffentlich”. Es sei U-Haft verhängt worden, die erste Prüfung werde in 14 Tagen stattfinden. Auch Christoph Mierau, Sprecher des Krankenanstaltenverbunds (KAV), verwies aufgrund der umfangreichen laufenden Ermittlungen darauf, keinerlei Informationen geben zu dürfen.

Von: apa

Kommentare

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16 Kommentare auf "Mutter dürfte ihr Baby in Wiener Spital erstickt haben"


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Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
12 Tage 4 h

aber Kind haben trotz psychischer Erkrankung!Das arme Wesen.Wer weiss Wie leidvoll das Leben neben Der Mutter gewesen wäre.

denkbar
denkbar
Kinig
12 Tage 3 h

@Sag mal . ???? Was ist denn das für eine Einstellung. ???? Warum sollten psychisch Kranke keine Kinder haben? Wichtig ist, dass diese Menschen in Behandlung sind, was hier bedauerlicherweise nicht der Fall gewesen zu sein scheint.
Schade, dass die psychische Erkrankung der Mutter nicht rechtzeitig diagnostiziert wurde, damit hätte man das vielleicht verhindern können.
Sehr tragisch und traurig!

ivo815
ivo815
Kinig
12 Tage 3 h

Noch nie was von Wochenbettdepression gehört? Warum hat man diese Frau entsprechend vernachlässigt? So müsste die Frage lauten.

ikke
ikke
Grünschnabel
12 Tage 2 h

Wenn psychisch Kranke keine Kinder mehr haben dürften würde die Weltbevölkerung langsam aber sicher aussterben!! Jeder Mensch hot an Teggn im Kopf!! 😁

mandela
mandela
Tratscher
12 Tage 2 h

@ivo815 nach acht Monaten wird sie keine wochenbettdepressionen mehr gehabt haben? aber tragisch, psychisch kranke brauchen ein leben lang hilfe. schade dass sie das kind nicht einfach zur Adoption frei gegebn hat.

gapra
gapra
Tratscher
12 Tage 2 h

@Sag mal Wollen Sie vorschreiben, wer Kinder haben darf und wer nicht??Das hatten wir schon mal…….Leider

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
12 Tage 24 Min

@denkbar ….wie kann man so eine Frage stellen,weil Kinder immer darunter zu leiden haben!!.Auch wenn diagnostiziert und in Behandlung!!Bei dieser Krankheit..ob Persönlichkeitsstörung oder sonstiges, krankhaftes Verhalten, geht nicht spurlos am Kind vorbei.Wie auch??!!

Leonor
Leonor
Tratscher
11 Tage 23 h

Sag mal

Viele Mütter haben nach der Geburt des Kindes Postnatales Depression. Bei ihr war wohl der Fall, vermute ich und unbehandelt.

denkbar
denkbar
Kinig
11 Tage 23 h

@Sag mal . Ihr Kommentar lässt vermuten, dass Sie etwas eigenartige Vorstellungen von psychisch Kranken haben. Die Palette der psychischen Störungen ist sehr groß und das reicht von leichten Depressionen bis hin zur Narzissmus, der schwersten Persönlichkeitsstörung überhaupt, die kaum behandelbar ist. Dem Präsidenten der Vereinigten Staaten wird sie nachgesagt die Persönlichkeitsstörung.
Es gibt sicher auch schwere psychiatrische Fälle, die nicht imstande sind die Fürsorge für Kinder zu übernehmen, gibt es leider aber auch bei sogenannten Gesunden.

WM
WM
Universalgelehrter
11 Tage 22 h

@ivo815 i glaub dei depressionen hosch du schon a seit monaten laur deinen kommentaren

nudelsuppe
nudelsuppe
Grünschnabel
11 Tage 21 h

@mandela unbehandelt kann sich eine Wochenbettdepression zu einer Psychose steigern. In England ist es sogar so, dass eine Mutter, bis ein Jahr nach Geburt, nicht für solche taten verantwortlich gemacht werden kann (angeblich). Schlimm ist vor allem, dass vorher wieder niemand irgendwas bemerkt hat/ haben will.

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
11 Tage 21 h

@denkbar ich habe mehr mit psychisch Kranken zu tun gehabt als der Durchschnittund das immer noch .Einen”Teggn” oder psychische Erkrankung da gibs viel Freiraum dazwischen.Fakt ist :Das Kind mit psychisch Kranken Elternteil Wird nicht unbeschädigt bleiben und selbst Kinder haben und so weiter…. Wenn man DAS unbedingt fördern will.

Leonor
Leonor
Tratscher
11 Tage 18 h

@mandela

warum zur adoption freigebm?
Erkläre mir.

Waltraud
Waltraud
Tratscher
10 Tage 4 h

@nudelsuppe

Traurig für so ein Würmchen.

Mutti
Mutti
Tratscher
12 Tage 3 h

Denkbar..sel sogi a ..mit psychischer behandlung wars vielleicht besser gong,und die Ärzte hättn a besser beobachtet

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
12 Tage 2 h

Tragisch und schod um des junge Leben

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