Fünf Milliarden Kubikmeter fluteten die Gegend

Nach Dammbruch in Laos auch Kambodscha betroffen

Donnerstag, 26. Juli 2018 | 12:43 Uhr

Nach dem Dammbruch im südostasiatischen Laos haben die Wassermassen auch den Nachbarstaat Kambodscha erreicht. Tausende Kambodschaner mussten am Donnerstag nach Angaben der Regierung wegen der herannahenden Fluten evakuiert werden. Die Suche nach immer noch 131 Vermissten in Laos wurde durch die Überflutung sowie starken Monsunregen erschwert.

“Das Wasser steigt immer noch, es werden also noch mehr Menschen evakuiert werden”, sagte der kambodschanische Regierungssprecher Men Kong. In Laos schlossen sich Spezialkräfte aus China, Vietnam und Thailand der Suche nach Vermissten an. Die Zivilbevölkerung unterstützte die Suche mit Privatbooten. Mindestens 27 Menschen kamen nach offiziellen Angaben in den Wassermassen ums Leben.

Am Montag war ein noch im Bau befindlicher Staudamm an einem Nebenfluss des Mekong nahe der Grenze zu Kambodscha kollabiert. Das autoritär regierte und international weitgehend isolierte Laos treibt den Ausbau von Wasserkraftwerken voran, um den Großteil der erzeugten Energie an Nachbarländer wie Thailand zu exportieren.

Nach dem Unglück überfluteten fünf Milliarden Kubikmeter Wasser die Umgebung des Damms. Etwa 6.000 Kambodschaner wurden durch die Überflutung obdachlos.

Von: APA/ag