Der Ort des Verbrechens in Wien

Nach Eisenstangen-Angriff: Mögliche Serientäterschaft

Mittwoch, 23. Januar 2019 | 15:29 Uhr

Eine DNA-Überprüfung soll jetzt klären, ob es sich bei dem 41-jährigen Mann, der am 30. Dezember in Wien-Margareten eine Frau mit einer Eisenstange lebensgefährlich verletzt und in der folgenden Nacht ein weiteres weibliches Opfer am Karlsplatz mit einem Maurerhammer attackiert hat, um einen Serien-Täter handelt. Der Verdacht eines dritten, gegen eine Putzfrau gerichteten Überfalls steht im Raum.

Während der in U-Haft befindliche Verdächtige zu den Angriffen kurz vor dem Jahreswechsel geständig ist, leugnet er die Gewalttat gegen die Raumpflegerin, die ebenfalls nachts von einem ihr Unbekannten geschlagen wurde. “Damit hat er nichts zu tun”, meinte Verteidigerin Astrid Wagner am Mittwoch im Gespräch mit der APA.

Im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Erhebungen werden nun die genetischen Merkmale des Verdächtigen mit Spurenmaterial zu bisher nicht geklärten Gewalttaten gegen Frauen abgeglichen. Der 41-Jährige war am 9. Mai 2018 aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine vierjährige Freiheitsstrafe wegen schweren Einbruchsdiebstahls verbüßt hatte. Insgesamt weist der Mann vier Vorstrafen auf, allesamt wegen Vermögensdelikten. Als Gewalttäter weist ihn sein Strafregister bisher nicht aus. Nach seiner Entlassung hatte er in einer betreuten Wohngemeinschaft für ehemalige Häftlinge gelebt.

Die 25-jährige Frau, die sich nach der Attacke eines 41-jährigen Mannes mit einer Eisenstange am 30. Dezember in künstlichem Tiefschlag befand, befindet sich offenbar auf dem Weg der Besserung. Laut Polizei wurde sie nun aus dem Tiefschlaf erweckt. Die Frau hatte bei der Attacke schwere Kopfverletzungen davongetragen.

Von: apa

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