Die Vermissten befanden sich im gefluteten Teil des Schiffs

Nach Schiffsunglück barg US-Marine zehn Leichen

Montag, 28. August 2017 | 06:42 Uhr

Nach einem Zusammenstoß eines US-Kriegsschiffs mit einem Öltanker vor Singapur vergangene Woche hat die US-Marine die Leichen aller zehn vermissten Seeleute geborgen. Wie sie am Montag mitteilte, fanden Taucher die Überreste der Vermissten im beschädigten Teil des Zerstörers “USS John S. McCain”.

Die “McCain” kollidierte vergangenen Montag acht Kilometer östlich des Stadtstaats Singapur nahe dem Eingang zur Straße von Malakka mit dem Tanker. Die Meerenge zwischen Indonesien und Malaysia ist mit mehr als 2.000 Schiffen pro Tag eine der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten der Welt. Nach ihrem Zusammenprall mit einem liberianischen Tanker war der hintere Backbordbereich des US-Zerstörers schwer beschädigt.

Es war der jüngste in einer Serie von vier Schiffsunfällen mit Kriegsschiffen der US-Pazifikflotte. Der Kommandant der Siebten Flotte, Vizeadmiral Joseph Aucoin, wurde deshalb abgesetzt.

Von: APA/dpa