Beschuldigter laut Polizei nicht geständig

Nach Tod eines Buben in NÖ: U-Haft über Vater verhängt

Donnerstag, 29. November 2018 | 18:34 Uhr

Nach dem Tod eines drei Monate alten Buben im Landesklinikum Wiener Neustadt ist am Donnerstag die Untersuchungshaft über den 19-jährigen Vater verhängt worden. Er wurde am Mittwoch festgenommen. Laut einem Gerichtsmediziner dürfte das Kleinkind aufgrund von Fremdverschulden gestorben sein. Ärzte sprachen der Polizei zufolge von einem Schütteltrauma.

Befristet ist die U-Haft nach Angaben einer Sprecherin des Landesgerichts Wiener Neustadt bis 13. Dezember, als Gründe wurden Tatbegehungs- und Fluchtgefahr angegeben. Der Vater wurde zuvor in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Das Kleinkind hatte sich Polizeiangaben zufolge in der Nacht auf 30. Oktober in der Wohnung seines Vaters im Bezirk Neunkirchen aufgehalten. Nach einer Reanimation und der notärztlichen Erstversorgung wurde das Kind in das Krankenhaus gebracht. Trotz intensivmedizinischer Betreuung starb der Bub am 14. November.

Nach dem Tod des Kindes wurde eine Obduktion angeordnet. Weil der bestellte Gerichtsmediziner von Fremdverschulden sprach, ordnete die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Festnahme des Vaters an. Laut Polizei wird nun auf das schriftliche Gutachten des Gerichtssachverständigen gewartet.

Nach Angaben von Staatsanwaltschafts-Sprecher Erich Habitzl wurde die Untersuchungshaft für den 19-Jährigen beantragt. Ermittelt werde wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang.

Von: apa

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