Schwere Überschwemmungen in Teilen Israels

Neun Jugendliche starben nach Überschwemmungen in Israel

Donnerstag, 26. April 2018 | 18:42 Uhr

Bei einem Ausflug von 25 Jugendlichen eines paramilitärischen Internats im Wüstental Tzafit hat es am Donnerstag nach schweren Überschwemmungen am Donnerstag neun Tote gegeben. Wie israelische Medien vermeldeten, wurden 15 Personen gerettet, die sich auf einer Erhebung in dem tiefen Tal mit sehr steilen Hängen befanden. Eine junge Frau wurde noch vermisst.

Zuvor hatte ein Polizeisprecher auf telefonische Anfrage hin nur bestätigt, dass es Tote gebe, wollte aber keine Zahlen nennen. Seit 14.00 Uhr waren Hunderte Einsatzkräfte von Militär, Polizei, Naturschutz und anderen Organisationen an den Rettungsmaßnahmen beteiligt. Am Abend, bei beginnender Dunkelheit, ging die Suche nach einer vermissten jungen Frau weiter. Dabei wird auch ein Kampfhubschrauber vom Typ Apache eingesetzt, weil dieser über Nachtsichtgeräte und thermische Kameras verfügt.

Schon wird diskutiert, wer die Verantwortung für das schwere Unglück trägt und wer den Jugendlichen die Genehmigung erteilt hat, sich in dieses Tal zu begeben, trotz Warnungen vor möglichen Sturzfluten nach schweren Regenfällen in der im Süden des Landes gelegenen Wüste. In ganz Israel und besonders in der Negewwüste sowie am Toten Meer sind viele Straßen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen gesperrt worden. Der Flughafen von Eilat am Roten Meer wurde geschlossen, weil sich der Schlamm auf der Landebahn ausgebreitet hat.

Nach den sintflutartigen Niederschlägen und schweren Überschwemmungen in Teilen Israels mussten bereits am Mittwoch etwa im Zentrum von Tel Aviv Fußgänger in manchen Straßen knietief durchs Wasser waten. In der Negev-Wüste ertrank nach Polizeiangaben ein 17-jähriger Beduine, im Westjordanland starb eine junge Palästinenserin.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz