Die Unterbringung in einer Psychiatrie wurde angeordnet

Neuneinhalb Jahre Haft für deutschen Autobahn-Steinewerfer

Dienstag, 11. April 2017 | 13:02 Uhr

Ein Autobahn-Steinewerfer ist in Deutschland wegen versuchten Mordes zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Ellwangen ordnete am Dienstag zudem die Unterbringung des Mannes in einer geschlossenen Psychiatrie an. Der 37-Jährige hatte im September vergangenen Jahres einen zwölf Kilo schweren Betonpflasterstein von einer Brücke bei Giengen an der Brenz auf die A7 geworfen.

Kurz danach prallte der Wagen einer vierköpfigen Familie dagegen. Das Auto überschlug sich. Die Eltern und die Kinder wurden schwer verletzt, die Mutter ist bis heute teils gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Beim Angeklagten waren schwere seelische Störungen festgestellt worden. Das Gericht sah den Vorwurf des versuchten vierfachen Mordes sowie der schweren Körperverletzung als erwiesen an. Zudem wurde der Mann auch wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt.

Von: APA/dpa