Gesundheitsminister Rauch rief zur Impfung auf

Nunmehr 57 Masern-Fälle seit Jahresbeginn in Österreich

Dienstag, 07. März 2023 | 16:13 Uhr

In Österreich sind laut dem Gesundheitsministerium heuer (Stand: 7. März) bisher 57 Fälle von Masern gemeldet worden – davon sind 49 Fälle in der Steiermark aufgetreten, drei Fälle in Wien, vier Fälle in Oberösterreich und einer in Kärnten. Das sind österreichweit um 23 Fälle mehr als noch am vergangenen Freitag. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) rief in einer Aussendung erneut zur Impfung gegen Masern auf.

Fast alle bisherigen Masern-Fälle sind dem Ministerium zufolge auf einen Ausbruch mit Ursprung in der Steiermark zurückzuführen – auch jene in Wien und Kärnten. Die Quelle der Ansteckung bei den Fällen in Oberösterreich ist noch in Abklärung.

In Wien gab es am Dienstag laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) keinen aktiven Fall mehr: Bei den drei bisher registrierten Erkrankten handelte es sich um ein Kind, das sich zu Jahresbeginn im Urlaub angesteckt hatte. Die zwei weiteren erkrankten Kinder – nahe Verwandte – sind dem steirischen Cluster zuzuordnen.

“Seit dem aktuellen Ausbruch der Masern stehen wir in engem Austausch mit den Bundesländern, um eine weitere Ausbreitung bestmöglich einzudämmen”, betonte Rauch. “Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bei Auftreten von Symptomen sollte umgehend ein Arzt telefonisch kontaktiert und der Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden”, warnte der Minister.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung rief das Gesundheitsministerium erneut zur Impfung gegen Masern auf. Die zweimalige Masern-Impfung biete einen hohen langfristigen Schutz vor Erkrankungen und Krankheitsfolgen. “Der aktuelle Anstieg der Masern-Fälle verdeutlicht die Wichtigkeit, sich gegen Masern impfen zu lassen. Mit einer Masern-Impfung kann man sich effektiv vor einer Ansteckung schützen und einer Erkrankung bestmöglich vorbeugen”, so Rauch. Hat man die Masern-Impfung erhalten, ist man ein Leben lang geschützt.

Die Masern-Impfung ist kostenlos und ab dem vollendeten neunten Lebensmonat allgemein empfohlen. Die Möglichkeit Impfung besteht bei öffentlichen Impfstellen der Bundesländer sowie meistens auch bei Kinderärztinnen und Kinderärzten. Fehlende und versäumte Impfungen können und sollen in jedem Alter nachgeholt werden, wenn die Masern nicht durchgemacht wurden.

Von: apa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Nunmehr 57 Masern-Fälle seit Jahresbeginn in Österreich"


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Superredner
22 Tage 12 h

Wenn ich denke, dass jedes 1000. Kind nach einer Maserninfektion eine Enzephalitis reagiert (und die Hälfte davon bleibende Schäden davonträgt oder stirbt), dass bei jedem 5.-10. sonstige Komplikationen auftreten und bei allen das Immunsystem nachhaltig geschwächt wird – und dann denke, dass diese Krankheit bei einer genügend hohen Impfbereitschaft ein für alle Mal ausgerottet werden könnte, muss ich zum Schluss kommen, dass manchen Eltern weder das Wohl der eigenen, noch das anderer Kinder am Herzen liegt.

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
21 Tage 20 h

Darum gehört zum Schutz der Kinder eine Impfpflicht eingeführt.

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