Auch Zigarettengeruch gilt als Störfaktor

Österreicher häufig von lauten Nachbarn genervt

Dienstag, 08. Januar 2019 | 12:10 Uhr

Laute Nachbarn können das schönste Heim zu einem unerträglichen Ort machen. Lärm ist laut einer Umfrage unter 501 Österreichern Störfaktor Nummer eins in der Nachbarschaft. Laute Streitgespräche, gellende Musik, Gebell von Hunden, aber auch lautstarker Sex nervten die Befragten am meisten, wie eine Online-Befragung von immowelt.at zeigte.

Am meisten fühlen sich die Österreicher belästigt, wenn die Nachbarn lautstark streiten. 22 Prozent sind dadurch gestört – sie wünschten sich mehr Ruhe im Haus. Für die tierischen Mitbewohner von nebenan erwärmt man sich auch nicht, wenn der Hund stundenlang durchkläfft. Da ist es für 20 Prozent mit der Tierliebe vorbei.

Unangenehm ist auch laute Musik aus der Nachbarwohnung, was 17 Prozent der Befragten nervt. Zwölf Prozent werden durch den knatternden Rasenmäher aus der Ruhe gebracht. Sechs Prozent reißt die Geduld, wenn die Nachbarn mit lautstarkem Sex die Nachtruhe stören.

Neben Lärm gilt auch Zigarettengeruch als Störfaktor. Das ist für jeden fünften Befragten unerträglich. Fünf Prozent ärgern sich über abscheuliche Dekoration der Nachbarschaft, wie etwa “hässliche” Gartenzwerge. Vier Prozent echauffierten sich über im Gang abgestellte Kinderwagen oder Rollatoren.

Ältere zeigten sich in der Umfrage viel toleranter als die jüngere Generation. Mehr als die Hälfte der Menschen über 65 Jahre (53 Prozent) pflegen ein gutes Nachbarschaftsverhältnis. In der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren gaben nur 29 Prozent der Befragten an, dass sie Glück mit ihren Nachbarn haben. Insgesamt zeigten sich 40 Prozent mit den Anrainern zufrieden.

Eine friedliche Nachbarschaft hängt auch von der Größe der Stadt ab. Insgesamt pflegten die Bewohner kleinerer Städte ein entspannteres Verhältnis. 44 Prozent der Österreicher, die auf dem Land oder in kleinen Städten unter 50.000 Einwohnern leben, haben nichts an ihren Nachbarn auszusetzen. In größeren Städten wie Graz, Linz oder Salzburg können nur 30 Prozent mit den Eigenheiten von nebenan leben. Eine dichtete Besiedelung in Ballungszentren sorgt also für mehr Reibereien, wie die Umfrage zeigte.

Von: apa