Sieben Millionen Menschen sterben pro Jahr durch ihren Tabakkonsum

Raucherrate sinkt laut WHO zu langsam

Donnerstag, 31. Mai 2018 | 06:42 Uhr

Der Anteil der Raucher an der Weltbevölkerung sinkt nach dem neuen Tabakbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht so schnell wie erhofft. Das erklärte Ziel, die Raucherraten von 2010 bis 2025 um 30 Prozent weltweit zu senken, werde wohl nicht erreicht, berichtete die Organisation zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai.

In vielen Ländern wüssten die Menschen immer noch nicht, wie schädlich das Rauchen für die Gesundheit sei. “Die WHO weist darauf hin, dass Tabak nicht nur Krebs verursacht, sondern buchstäblich Herzen bricht”, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Tabakkonsum sei nach Bluthochdruck der zweithäufigste Grund für Herzerkrankungen. E-Zigaretten enthielten zwar weniger Giftstoffe, könnten aber auch zu Herzkrankheiten beitragen, warnte die WHO.

Auch bei E-Zigaretten verengten sich beim Nutzer die Arterien, Herzschlag und Blutdruck stiegen an. “Die Langzeitfolgen sind noch unbekannt, aber es wird davon ausgegangen, dass E-Zigaretten das Risiko für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Lungenkrebs und möglicherweise Herzerkrankungen erhöhen”, so die WHO.

Jedes Jahr sterben nach Schätzungen drei Millionen Menschen in Folge von Tabakkonsum an Herzerkrankungen. 2010 hätten noch rund 60 Prozent der Chinesen nicht gewusst, das Rauchen Herzinfarkte verursachen kann.

Weltweit rauchen rund 1,1 Milliarden Menschen, etwa so viele wie im Jahr 2000. Die Weltbevölkerung ist allerdings gewachsen, so dass der Anteil der Raucher weltweit in der Zeit von 27 auf 20 Prozent (2016) sank. Sieben Millionen Menschen sterben pro Jahr durch ihren Tabakkonsum.

Etwa 24 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 15 Jahre rauchen laut aktueller Gesundheitsbefragung der Statistik Austria täglich – im EU-Schnitt sind es laut Eurostat etwa 18 Prozent. Neben dem Anteil der Aktivraucher ist der Anteil der Passivraucher in Österreich vergleichsweise hoch. “Während im EU-Schnitt etwa 21 Prozent der Bevölkerung angeben, regelmäßig Tabakrauch in Innenräumen ausgesetzt zu sein, sind es in Österreich etwa 28 Prozent – beinahe ein Drittel davon sind Nichtraucher”, führte das laut dem Institut für Höhere Studien (IHS) an.

In Europa werden Hochrechnungen der WHO zufolge im Jahr 2025 Island, Norwegen, Dänemark und Schweden die Klassenbesten mit Raucherraten unter 14 Prozent sein. Wie stark der Anteil der Raucher zurückgehe, hänge auch vom Durchschnittseinkommen der Länder ab, so die WHO. Je höher der Wohlstand, desto stärker der Abwärtstrend. Vorne lägen Nord- und Südamerika sowie Europa.

Im Kampf gegen das Rauchen seien viele günstige Maßnahmen wirksam, etwa umfassende Rauchverbote in öffentlichen Räumen, Werbeverbote, medizinische Unterstützung bei der Entwöhnung und drastische Warnungen auf Tabakpackungen.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Raucherrate sinkt laut WHO zu langsam"


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1litermuelch
1litermuelch
Grünschnabel
24 Tage 5 h

Sog i amol mehr luft für nichtraucher!! Bedonk i mi mol in voraus 👍🏻

amme
amme
Superredner
24 Tage 5 h

wer hat guten Tipp wie man aufhören kann?

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
24 Tage 1 h

vorn schlofn gian no oane mit genuss rachn und donn is packtl wegwerfen. donn nimmsch dir vor mindestens 6 munat koane zu rachn. wersch segn, des wor die letzte zigarett

BEATS
BEATS
Tratscher
24 Tage 1 h

verbietet den scheiss doch einfach!

kleinerMann
kleinerMann
Tratscher
23 Tage 23 h

wir leben eh schon in eine Welt, welche vollgespikt ist mit Verboten . . deswegen, das täte ich nicht verbieten – soll jeder selber entscheiden wie und wann er vor die Hunde gehen will !

Koefele
Koefele
Tratscher
23 Tage 23 h

Solange man gesundheitlich keine Beschwerden bemerkt ist es schwierig das Rauchen aufzugeben, es braucht einen starken Willen und mir ist es gelungen nach  fast 40 Jahren  rauchen, das Rauchen auf der Stelle zu lassen.
Doch glaube ich dass nicht der Tabak die größten Gesundheitsschäden verursacht sondern die chemische Behandlung. die schon durch den Einsatz von Pestizide und Fungiziden in den Feldern beginnt sowie bei der Verarbeitung wo eine Vielzahl von Chemikalien zugelassen sind. 

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