In Honduras wurden 22 Personen festgenommen

Razzien gegen kriminelle Gangs in Zentralamerika

Mittwoch, 07. November 2018 | 08:51 Uhr

Bei koordinierten Razzien gegen kriminelle Banden in El Salvador, Guatemala und Honduras sind dutzende Verdächtige festgenommen worden. Bei den Einsätzen wurden den Behörden zufolge am Dienstag in Guatemala 50 mutmaßliche Gangmitglieder gefasst, in Honduras 22. Angaben zur Zahl der Festnahmen in El Salvador lagen zunächst nicht vor. Die dortige Justiz hatte rund 500 Haftbefehle ausgestellt.

Festgenommen wurde in El Salvador unter anderem ein mutmaßlicher Anführer der Bande Barrio 18. Er und seine Frau wurden in einem eleganten Wohnviertel westlich der Hauptstadt San Salvador gefasst. Auch einer der Anführer der berüchtigten Bande Mara Salvatrucha (MS-13) wurde den Behörden zufolge festgenommen.

Bereits im September 2017 und im vergangenen April waren die Behörden der drei Länder bei koordinierten Razzien gegen die Banden vorgegangen. In den drei mittelamerikanischen Staaten hat die Bandenkriminalität enorme Ausmaße angenommen. Die Gangs werden für Morde, Erpressungen, Entführungen, illegalen Waffen- und Drogenhandel verantwortlich gemacht.

Neben hohen Kriminalitätsraten treibt die verbreitete Arbeitslosigkeit viele Menschen aus diesen Ländern in die Flucht. Seit Mitte Oktober befinden sich tausende Zentralamerikaner, die meisten von ihnen Honduraner, gemeinsam auf dem Weg in Richtung USA. US-Präsident Donald Trump hat den Migrantentreck im Wahlkampf vor den Kongresswahlen als Bedrohung für sein Land dargestellt und vor einer “Invasion” gewarnt.

Von: APA/ag.

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