In Griechenland wird Abkühlung dringend gesucht

Rekordhitze, Unwetter, Brände – Wetterkapriolen in Europa

Montag, 07. August 2017 | 18:45 Uhr

Hitzewellen in Ungarn, Bulgarien, Griechenland und Spanien, viel Regen in Skandinavien, gestrandete Urlauber auf Madeira und Waldbrände in Italien: Das Wetter sorgt in vielen Teilen Europas derzeit für Schlagzeilen und macht Einheimischen und Touristen zu schaffen. In einigen Teilen des Kontinents stehen die höchsten Temperaturen noch bevor.

Im Nordosten von Italien gab es mehrere Todesopfer durch Blitze oder herabstürzende Geröllmassen. Süditalien musste sich zum Wochenstart wieder auf hohe Temperaturen, Trockenheit und Waldbrände einstellen, während die Einsatzkräfte im Nordosten nach schweren Unwettern mit Aufräumarbeiten beschäftigt sind. In Südtirol blieben am Montag mehrere Straßen wegen Erdrutschen und Geröll blockiert oder gesperrt. Der Wetterdienst des italienischen Verteidigungsministeriums erwartete weiter Gewitter und Regen, zum Beispiel im Piemont, in der Lombardei und im Aostatal.

Auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira sind wegen heftiger Winde Tausende Urlauber gestrandet. Seit dem Wochenende herrschten auf dem Flughafen von Funchal an der Küste chaotische Zustände mit annullierten Verbindungen. Betroffen waren rund 5.500 Passagiere. Die “Blumeninsel” Madeira liegt etwa 950 Kilometer südwestlich von Lissabon. Wann die Winde nachlassen und wieder Normalität einkehren sollte, war am Montagnachmittag nicht abzusehen.

Auch in Bulgarien ist es weiter heiß. Die Behörden riefen am Montag die zweithöchste Warnstufe für gefährlich hohe Temperaturen aus. Am heißesten war es mit 38 Grad am Mittag im südwestbulgarischen Sandanski. In der Hauptstadt Sofia wurden 34 Grad gemessen. Mehr als 1.900 Menschen wurden seit Samstag wegen Hitze-Beschwerden im Krankenhaus der Hauptstadt behandelt, wie die bulgarische Nachrichtenagentur Focus berichtete.

In Spanien blieb es zum Wochenbeginn ebenfalls heiß. Besonders in Teilen Andalusiens wurden am Montag noch einmal Werte von bis zu 42 Grad erwartet. Auch in Madrid und Mallorca schwitzten die Menschen weiter bei Temperaturen von rund 35 Grad und Nachtwerten, die kaum unter die 20-Grad-Marke fielen. Spätestens ab der Wochenmitte sagten die Meteorologen aber eine Abkühlung voraus.

In Griechenland bereiteten sich die Menschen ebenfalls auf eine mehrtägige Hitzewelle vor. Bereits am Wochenende zeigten die Thermometer in Mittelgriechenland Werte um die 40 Grad an. Die Hitze soll mindestens bis kommenden Samstag andauern. Die Temperaturen sollen auch nachts nicht unter 30 Grad fallen. Tagsüber sollen die Thermometer in zahlreichen Regionen des Festlandes Werte bis 43 Grad zeigen. Auf den Inseln werden Höchstwerte um die 36 Grad erwartet, teilte das Nationale Wetteramt (EMY) am Montag mit. Auch in Teilen Rumäniens gab es viel Hitze, in Frankreich ist die Hitzewelle zunächst vorbei.

Anders war die Situation in Skandinavien: Dort gab es viel Regen, was in Schweden und Norwegen zu einigen Erdrutschen und Überschwemmungen führte.

Von: APA/dpa