Für die beiden Insassen gab es keine Hilfe mehr

Sachverständiger nach Hubschrauberabsturz in Tirol bestellt

Donnerstag, 11. Mai 2017 | 17:11 Uhr

Nach dem Hubschrauberabsturz in Pertisau nahe dem Achensee, der am Mittwoch zwei Menschenleben gefordert hatte, ist am Donnerstag ein Sachverständiger zur Untersuchung des Unfalls bestellt worden. Das Verkehrsministerium führe gemeinsam mit dem LKA die Ermittlungen durch, sagte ein Sprecher der Polizei zur APA. Fotos und Videos des Vorfalls werden sichergestellt.

Zwei Mitarbeiter des Ministeriums hätten bereits am Mittwoch damit begonnen, die Unfallstelle zu fotografieren, zu vermessen und nach Einzelteilen abzusuchen, erklärte Peter Urbanek, Leiter der Untersuchungsstelle des Verkehrsministeriums, das gemeinsam mit dem LKA die Ermittlungen durchführte. Nun müsse der Flugweg und der Absturzvorgang rekapituliert werden. Auch das Wrack werde nach möglichen technischen Ursachen untersucht. Dies könne jedoch noch mehrere Tage in Anspruch nehmen, meinte Urbanek im Gespräch mit der APA.

Zudem müsse man nun die sichergestellten Fotos und Videos auswerten. Laut Zeugenaussagen war der Privat-Helikopter mit dem Transportseil einer Materialseilbahn kollidiert und daraufhin abgestürzt. Warum der Hubschrauber derart tief flog, konnten die Ermittler bisher nicht herausfinden. “Es ist aber durchaus möglich, dass der Pilot dazu berechtigt war”, sagte Urbanek.

Die beiden Opfer, bei denen es sich laut Polizei mit “hoher Wahrscheinlichkeit” um zwei Tiroler im Alter von 52 und 55 Jahren handelt, wurden am Donnerstag obduziert. Sie kamen beim Absturz zu Tode, hieß es vonseiten der Exekutive. Nähere Ergebnisse der Obduktion wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Das Wrack des Hubschraubers war noch am Mittwochabend sichergestellt und in eine Halle ins Tal gebracht worden. Der Helikopter habe beim Aufprall Feuer gefangen. Laut Polizei sei der Brand dann kurze Zeit später gelöscht worden, für die beiden Insassen kam aber jede Hilfe zu spät.

Von: apa