In Kalifornien wüten verheerende Waldbrände

San Francisco erstickt im Rauch der Waldbrände

Freitag, 16. November 2018 | 19:20 Uhr

Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien sind Hunderte Kilometer entfernt, doch ihr giftiger Rauch verpestet inzwischen auch die Luft von San Francisco. Die Gesundheitsbehörden der Stadt gaben wegen der “sehr ungesunden Luftqualität” die höchste Warnstufe aus: Alle öffentlichen Schulen blieben am Freitag geschlossen, die berühmten offenen Straßenbahnen stellten ihren Betrieb ein.

Die Bewohner wurden aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Die Luftqualität erreichte in etwa das Niveau von Smog-geplagten Städten in China oder Südostasien. Fotos in den sozialen Netzwerken zeigten eine von dickem Smog verhüllte Golden Gate Bridge. Um sicher zu gehen, dass die Menschen sich nur in geschlossenen Fahrzeugen fortbewegten, war der Busservice auf Anweisung von Bürgermeisterin London Breed kostenlos.

Die seit einer Woche wütenden Waldbrände sind die verheerendsten in der Geschichte Kaliforniens. Am schlimmsten ist die Situation in der Kleinstadt Paradise, die vor einer Woche von den sich rasend ausbreitenden Flammen des “Camp Fire” völlig zerstört wurde. Mindestens 63 Menschen starben durch das “Camp Fire”, drei weitere kamen im kleineren “Woolsey Fire” nahe Malibu ums Leben. 53 Todesopfer seien bisher identifiziert worden, wie der Sheriff von Butte County, Kory Honea, am Donnerstagabend mitteilte.

Die Zahl der Vermissten stieg unterdessen drastisch von rund 200 auf 631. Der schlagartige Anstieg der Vermisstenzahlen kann mehrere Gründe haben. Zum einen sind die Einwohner in den USA nicht behördlich gemeldet, so dass der Aufenthaltsort einer Person schwerer festzustellen ist. Zum anderen werteten die Behörden noch weitere Notrufe aus, die während der Evakuierung des Gebiets eingegangen seien, erklärte Sheriff Honea. Möglicherweise seien einige Menschen mehrfach gezählt worden, andere wüssten vielleicht gar nicht, dass sie als vermisst gemeldet seien. US-Präsident Donald Trump will sich am Samstag bei einem Besuch in der Region ein Bild von der Lage machen und Opfer treffen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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6 Kommentare auf "San Francisco erstickt im Rauch der Waldbrände"


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traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

wenn ein haus durch flammen durch umliegende bäume bedroht wird dann schneidet man so schnell wie möglich diese bàume ohne jemand zu fragen!!
doch millionäre machen sich die hände nicht schmutzig!!
kassieren lieber von der versicherung ein neues haus…

nala
nala
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Ach was? Woasch du was für a wucht a so a brannt ist , und no dazu Wind? Mit Bäume abschneiden , erreicht man nit viel , bei so a Hitze schmilzt jo alles weg .. so a käse !!
I wor a amol mitten drinn ! Glab mir , do wo keine Bäume waren isch es feuer af die camper übergangen .. des isch jo a hitze do brennt alles ..

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Dies ist einfach nur gewaltig.

Naturkatastrophen haben keinen Halt.

Staenkerer
1 Monat 1 Tag

des sein naturkatstrofn de die menschn in de knie zwing, und ihre machtlosigkeit aufzeig!
wieviel leid durch oll de toten do zu beklogn isch, zu viele stehn vorn nichts, der verlust des waldes isch a katasteofe für de tierwelt,!
i bin voll mitgefühl für de betroffenen!

Kurt
Kurt
Kinig
1 Monat 1 Tag

das sind tragische Ereignisse altrochè die Promi Villen abgebrannt.

werner66
werner66
Superredner
1 Monat 12 h

Die US-Armee konnte mit ihrer gigantischen Luftwaffe ja Wasserbomben abwerfen.

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