Winterliche Fahrverhältnisse am Brenner

Schnee – 2.500 Osttiroler Haushalte ohne Strom, teils Lawinengefahr

Mittwoch, 13. November 2019 | 12:00 Uhr

Die starken Schneefälle haben in der Nacht auf Mittwoch zu Stromausfällen in Osttirol geführt. Um die Mittagszeit waren noch immer rund 2.500 Haushalte ohne Strom, sagte der Sprecher der Tinetz-Stromnetz Tirol, Klaus Schüller, der APA. Die Reparaturarbeiten wurden indes durch Lawinengefahr erschwert. Zudem blieben im Bezirk 17 Schulen geschlossen.

In das komplett vom Stromausfall betroffene Villgratental sowie in den Abschnitt im Lesachtal können die Reparaturtrupps derzeit aufgrund von Straßensperren wegen Lawinengefahr nicht vordringen, so Schüller. Man hoffe, dass man in den kommenden Stunden die Mitarbeiter zumindest mit Hubschraubern zu den Schadensstellen fliegen könne.

Aufgrund der Schneelast sei es zu Baumstürzen und Seilrissen gekommen. Zu Mittag meldete die Tinetz 93 unversorgte Trafostationen in 16 Gemeinden. Über die Nachtstunden waren fünf Servicetrupps im Einsatz. Zur Unterstützung waren seit den frühen Morgenstunden weitere sechs Trupps aus Nordtirol nach Osttirol unterwegs.

In Osttirol waren wegen der starken Schneefälle auch einige Straßen gesperrt. Betroffen waren etwa die Drautalstraße bei Abfaltersbach oder die Villgratener Straße zwischen Innervillgraten und Kalkstein.

Wegen der starken Schneefälle blieben im Bezirk Lienz am Mittwoch auch 17 Schulen geschlossen, berichtete Bezirkshauptfrau Olga Reisner nach einer Besprechung der Bezirkseinsatzleitung. “Die Situation ist im Griff. Probleme bereitet der schwere Schnee. Die Einsatzkräfte und der Straßendienst sind bemüht, Verkehrsbehinderungen zu minimieren”, erklärte Reisner zudem.

Die Bevölkerung wurde vor Schneebruch und Lawinengefahr gewarnt. “Wegen Schneebruchgefahr bitte nicht in den Wald gehen oder sich unter Bäumen aufhalten. Bei Wetterbesserung bitte unbedingt die Warnungen der Lawinenkommissionen und des Lawinenwarndiensts beachten”, richtete die Bezirkshauptfrau einen dringenden Appell.

Für die Region war am Montag eine Schneewarnung herausgegeben worden. Hier kommen laut ZAMG bis Mittwochabend selbst in Tallagen 20 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammen.

Indes hatte sich am Mittwoch auch die Brennerautobahn im winterlichen Kleid gezeigt. Räumfahrzeuge waren im Einsatz. Auch in Südtirol kam es in der Nacht zu beträchtlichen Schneemengen von 40 bis 50 Zentimetern. Die Freiwilligen Feuerwehren absolvierten mehr als 250 Einsätze, vor allem in den Bezirken Bozen, Eisacktal und Pustertal. Zahlreiche Straßen und die Eisenbahnlinie im Pustertal wurden von umgestürzten Bäumen blockiert. Mehrere Dolomiten-Pässe mussten geschlossen werden.

Von: apa

Bezirk: Pustertal, Wipptal

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