Lkw ohne Schneeketten unterwegs - kein Weiterkommen mehr

Schneefälle sorgten für massives Verkehrschaos am Brenner

Samstag, 02. Februar 2019 | 15:08 Uhr

Brenner – Die Schneefälle haben aufgehört, das Verkehrschaos geht aber weiter. Massive Schneefälle haben am Samstag für ein Verkehrschaos am Brenner gesorgt. Die Südtiroler Brennerautobahn A22 musste wegen Lawinengefahr und hängen gebliebener Lkw komplett gesperrt werden. Viele Lastwagen waren ohne Schneeketten und mit glatten Reifen unterwegs und sind dann nicht mehr weitergekommen, auch für die Abschleppwagen und die Einsatzfahrzeuge der Autobahngesellschaft gab es kaum ein Durchkommen. Auch Reisebusse und Autos, die Richtung Norden unterwegs waren, sind auf der Autobahn eingeschlossen, die Feuerwehren sind dabei, sie zu evakuieren. Blockierte Reisende werden vom Zivilschutz betreut. Zwei Kleinkinder mussten medizinisch versorgt werden.

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Weil auch die Brennerstaatsstraße (SS12) und die Brennerstraße (B182) wegen Lawinengefahr nicht passierbar waren, ging am Brenner gar nichts mehr.

Ab 13.15 Uhr gab es laut Asfinag kein Weiterkommen in Richtung Süden mehr. Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen wurden daher an den Anschlussstellen Brenner Nord, Nößlach und Matrei von der Polizei umgeleitet und wieder Richtung Innsbruck zurückgeschickt. Schwerfahrzeuge über 7,5 Tonnen mussten die Sperre abwarten. Erhebliche Staus waren die Folge.

Auf der Bahnverbindung über den Brenner bot sich das gleiche Bild. Wegen der Witterung waren laut ÖBB zwischen Brenner und Steinach am Brenner keine Fahrten möglich. Fernverkehrszüge verkehrten auf dieser Strecke daher nur bis bzw. ab Innsbruck Hauptbahnhof. Zudem war die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs wegen der Straßenverhältnisse nicht möglich.

Auch in Osttirol führten die massiven Schneefälle zu Verkehrsproblemen. Die Felbertauern-Mautstraße war wegen Lawinengefahr zwischen Matrei und Mittersill unpassierbar. Auch auf der Bahnverbindung zwischen Innichen und Sillian ging vorerst nichts mehr.

Über Nacht fielen in Süd- und Osttirol gebietsweise bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Zudem verfrachtete der stürmische Wind den Neuschnee und teilweise auch den Altschnee. Die Experten stuften die Lawinengefahr als groß, also mit “Stufe 4” der fünfteiligen Gefahrenskala ein. Sperren exponierter Verkehrswege könnten dadurch nötig werden. Für Touren und Variantenabfahrten waren die Verhältnisse sehr gefährlich.

Der Südtiroler Zivilschutz riet Touristen im Pustertal und den Seitentälern, ihre Abreise später anzutreten. Keinesfalls soll auf die Brennerautobahn (A22) gefahren werden. Die Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, die Insassen hängen gebliebener Fahrzeuge zu versorgen und zu bergen.

Fahrzeuge werden auf Tiroler A13 wieder zurückgeleitet

Die Sperre der Südtiroler Brennerautobahn A22 wegen der massiven Schneefälle hat sich am Samstag auch erheblich auf die A13 ausgewirkt. Seit 13.15 Uhr gab es kein Weiterkommen in Richtung Süden mehr, teilte die Asfinag mit. Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen wurden daher an den Anschlussstellen Brenner Nord, Nößlach und Matrei von der Polizei umgeleitet und wieder Richtung Innsbruck zurückgeschickt.

Schwerfahrzeuge über 7,5 Tonnen mussten die Sperre abwarten. Die Dauer war vorerst nicht absehbar.

Von: apa

Bezirk: Wipptal