Laut Behörden zahlreiche Tote

Schüsse an Schule in Florida

Mittwoch, 14. Februar 2018 | 22:47 Uhr

Parkland/Florida/USA – Bei einer Schießerei an einer Schule in Parkland im US-Bundesstaat Florida hat es nach Angaben der zuständigen Schulverwaltung zahlreiche Todesopfer gegeben. Es gebe “viele Tote”, teilte der Leiter der Schulverwaltung des Bezirks Broward, Robert Runcie, am Mittwoch mit. Der mutmaßliche Schütze wurde nach Angaben des Sheriffs von Broward festgenommen.

Zuvor hatte der Lokalsender CBS Miami unter Berufung auf die Feuerwehr von 20 bis 50 Verletzten an der Oberschule in Parkland gesprochen. Die genaueren Umstände des Vorfalls waren zunächst unklar. Fernsehbilder zeigten Schüler, die von schwer bewaffneten Polizisten aus der Schule geleitet wurden. Zu sehen waren auch schwer bewaffnete Polizisten mit Helmen und kugelsicheren Westen. Die örtliche Polizei rief die Bevölkerung auf, die Umgebung der Schule zu meiden.

Twitter/stonemanshooting

Mindestens ein Mensch sei ums Leben gekommen, hatte zunächst der örtliche Feuerwehr-Chef Dan Booker gegenüber Journalisten gesagt. Senator Bill Nelson sprach im Sender Fox News indes von “mehreren Getöteten”. Ähnlich äußerte sich ein Offizieller der Schulbehörde. Der Sheriff des Broward County schrieb auf Twitter, es seien bisher 14 Verletzte in Krankenhäuser gebracht worden.

Der mutmaßliche Täter wurde Stunden nach der Tat gefasst, wie das Büro des Sheriffs bestätigte. In sozialen Netzwerken machten Bilder die Runde, auf denen ein Mann zu sehen ist, der von Polizisten in Handschellen abgeführt wird. Ob es weitere Verdächtige gibt, war zunächst unklar.

Medienberichten zufolge suchte die Polizei in Parkland – etwa 75 Kilometer nördlich der Metropole Miami – stundenlang nach dem Schützen. Einsatzkräfte mehrerer Polizeieinheiten waren im Einsatz. Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Verletzte auf Tragen zu Krankenwagen transportierten.

Gleichzeitig verließen zahlreiche Schüler unverletzt die Schule. Sie wurden von bewaffneten Polizisten begleitet. Augenzeugen berichteten, im Schulhaus der Highschool sei “eine Menge Blut” zu sehen gewesen. Am Rande des weiträumig abgesperrten Areals warteten Eltern voller Sorge auf ihre Kinder. Die Schule wird von Schülern der Jahrgänge neun bis zwölf besucht, sie gilt als angesehen.

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage in Florida unterrichten. “Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen”, hieß es in einer Stellungnahme.

Der Vorfall in Florida ist bereits das 19. Vorkommnis mit Schusswaffen an einer Schule in den USA im laufenden Jahr 2018. Erst vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Kugeln ums Leben gekommen. Regierung und Parlament haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt.

Von: APA/dpa/ag.