Landeseinsatzleitung wegen G7-Gipfel im Landhaus einberufen

Schwere Unwetter bei Innsbruck: Dauereinsatz von über 1.000 Wehrleuten

Sonntag, 07. Juni 2015 | 11:53 Uhr

Innsbruck – Heftige Unwetter vor allem im Großraum Innsbruck haben vergangene Nacht die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Allein bis Mitternacht verzeichnete die Leitstelle Tirol 358 Feuerwehreinsätze in ganz Tirol. Insgesamt standen über 1.000 Feuerwehrleute im Nachteinsatz. Wegen des beginnenden G7-Gipfels nahe Garmisch-Partenkirchen wurde auch die Landeseinsatzleitung einberufen.

„Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz nach den schweren Unwettern in der vergangenen Nacht, die vor allem den Großraum Innsbruck betroffen haben. Auf unsere Feuerwehren ist im Ernstfall immer Verlass“, lobte Tirols Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler die schnelle Hilfeleistung an den vielen Einsatzorten.

Hochbetrieb in der Leitstelle Tirol

In Innsbruck gab es die meisten Alarmierungen für die Freiwillige Feuerwehr Reichenau (35 Einsätze), die Freiwillige Feuerwehr Hötting (33 Einsätze) und die Freiwillige Feuerwehr Mühlau (23 Einsätze). Im Bezirk Innsbruck-Land standen die Freiwillige Feuerwehr Inzing (34 Einsätze), die Freiwillige Feuerwehr Hatting (27 Einsätze) und die Freiwillige Feuerwehr Polling (20 Einsätze) an vorderster Front der Einsatzstatistik und erhielten Verstärkung aus dem ganzen Bezirk. „In Innsbruck-Land wurden allein 46 Feuerwehren in die hauptbetroffenen Gebiete zum Unterstützungseinsatz gesandt“, berichtet Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber.   

Wegen Hangrutschungen und zur Gefahrenabschätzung vor der nächsten eintreffenden Gewitterfront haben die Landesgeologen heute Besprechungen und Besichtigungen in Ranggen, Polling, Hatting, Flaurling und Wattenberg auf ihrem Tagesprogramm.

Seit heute, Sonntag, 7.30 Uhr, ist im Großen Saal des Landhauses wegen des G7-Gipfels im Schloßhotel Elmau nahe der Tiroler Landesgrenze die Landeseinsatzleitung einberufen worden. „Wir sind für alle Eventualitäten vorbereitet“, betont Einsatzleiter Herbert Walter, Vorstand der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol. Beim Bundesheer ist die Luftraumüberwachungsoperation angelaufen.

Von: ©land tirol