Rund 50 Kubikmeter an Gestein ausgebrochen

Schwierige Bergung von verschüttetem Kletterer in Tirol

Freitag, 10. Juni 2022 | 11:51 Uhr

Die Bergung des am Donnerstag am Wilden Kaiser verschütteten 30-jährigen Kletterers aus Deutschland wird “mehrere Tage dauern”. Eine genaue Einschätzung sei derzeit nicht möglich, sagte Polizeipressesprecher Stefan Eder Freitagvormittag der APA. Laut Landesgeologen brachen rund 50 Kubikmeter Gestein aus, verdeutlichte Eder die Dimension. Nun planen Alpinpolizei und Bundesheer die Bergung, die sich aufgrund der unzugänglichen Unfallstelle schwierig gestalten werde.

Eine großangelegte Suchaktion musste Donnerstagnachmittag aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden und die Landesgeologie wurde hinzugezogen. Der Alpinist, der laut der Deutschen Presseagentur dpa Soldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr war und eine Ausbildung zum Heeresbergführer absolvierte, wurde beim Abstieg im Gemeindegebiet von Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel) von großen Felsbrocken erfasst und unter der Felslawine verschüttet.

Der Mann war mit vier weiteren Kollegen unterwegs, die in der 40 Meter hohen Felswand eine Abseilübung absolvierten. Am Fuße der Wand banden sich die Alpinisten nach Angaben der Exekutive aus dem Kletterseil aus und gingen zu Fuß über einen Steig wieder zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg zu ebendiesem Ausgangspunkt wurde der 30-Jährige offenbar von den Steinmassen erfasst. Seine Kollegen, die sich bereits am Ausgangspunkt befanden, hörten ein lautes, dumpfes Rauschen. Sie blieben unverletzt. Der Verunglückte soll von Spürhunden zwar erschnüffelt worden sein, zu sehen war er aber vorerst nicht.

Von: apa

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