Knapp 700 Stützen werden benötigt

Sicherungsarbeiten im Gleinalmtunnel haben begonnen

Samstag, 06. Oktober 2018 | 13:25 Uhr

Nach dem Brand eines Kranwagens am Freitag im Gleinalmtunnel auf der Pyhrnautobahn (A9) haben am Samstag die Sicherungsarbeiten begonnen. Wie die Asfinag in einer Aussendung mitteilte, sind 80 Meter des Tunnels zum Teil schwer beschädigt worden. Seit Samstagfrüh werden Stahlstützen in den Tunnel geliefert, mit denen die Zwischendecke stabilisiert werden soll.

“Knapp 700 Stützen werden benötigt”, hieß es von der Asfinag. Am Montag zu Mittag sollen diese ersten Arbeiten abgeschlossen sein, erst dann können Brandsachverständige den ausgebrannten Autokran unter die Lupe nehmen. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass danach die Sanierungsarbeiten beginnen. Zuerst muss dazu die Betonzwischendecke abgebrochen werden. Laut ersten Schätzungen müssen fünf der neun mal 16 Meter großen Betonfelder der Zwischendecke entfernt werden. Eine Mammutaufgabe, denn jedes Feld ist etwa 50 Tonnen schwer. Diese Felder werden dann neu betoniert. Erneuert werden muss auch die gesamte Sicherheitstechnik in diesem Bereich: Kameras, Sensorik und Beleuchtung sowie Notrufnischen und Verkehrszeichen.

Die Höhe des Schadens konnte vorerst nicht abgeschätzt werden. Die Autofahrer, die am Freitag ihre Pkw im Tunnel stehen lassen mussten, sind aber glimpflich davongekommen: Laut Auskünften der Asfinag konnten die Autobesitzer ihre Fahrzeuge bereits selbst wieder aus dem Tunnel fahren.

Wie lange der Tunnel genau gesperrt bleiben wird, war auch am Samstag noch unklar – jedenfalls werde die Sperre aber mehrere Wochen dauern. Für Jahresmautkartenbesitzer, die nun diese Strecke nicht benutzen können, gibt es aber eine Lösung, verkündete die Asfinag: Für die Dauer der Sperre wird eine automatische Verlängerung der Jahresmautkarte durchgeführt.

Bis auf Weiteres müssen die Fahrzeuge aber noch ausweichen. Wie der ÖAMTC am Samstag auf APA-Anfrage mitteilte, wurden von den Ausweichrouten keine Störungen gemeldet, was aber wohl dem Wochenende geschuldet ist. Wie die Lage sein wird wenn der Pendlerverkehr einsetzt, bleibt abzuwarten.

Von: apa