Der Bergsportler wurde in einem Lawinenkegel gefunden

Skitourengeher am Hohen Göll in Lawine tödlich verunglückt

Sonntag, 25. März 2018 | 16:42 Uhr

Die Alpinpolizei hat am Sonntagvormittag den tödlich abgestürzten Skitourengeher vom Hohen Göll bei Golling im Tennengau geborgen. Der 41-jährige Tscheche dürfte am Samstag auf dem Gipfel des Hohen Bretts zu weit auf einer Schneewechte nach Außen gegangen sein. Die Wechte brach und der Mann fiel 500 Meter in die Tiefe, berichtete die Polizei Salzburg. Er blieb tödlich verletzt in einem Kar liegen.

Am Samstagabend meldeten sich zwei tschechische Skitourengeher bei der Polizei Berchtesgarden, weil sie ihren dritten Kameraden vermissten. Die Handyortung des Mannes blieb erfolglos. Die Bergwacht Berchtesgaden und zwei Polizeihubschrauber suchten in der Nacht auf Sonntag das Gebiet nach dem vermissten Tschechen ab. Gegen 0.30 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte auf der österreichischen Südostseite des Hohen Bretts eine Person in einem Lawinenkegel, berichtete das bayerische Rote Kreuz. Ein Bergretter wurde mit einer Seilwinde aus dem Hubschrauber abgesetzt. Dieser konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die drei Tourengeher waren Samstagfrüh vom Parkplatz Hinterbrand auf dem Normalweg über das Alpeltal zum Hohen Göll aufgebrochen. Auf halben Weg brach bei einem Tourengeher die Skibindung. Daraufhin kehrten zwei der Alpinisten um. Der 41-Jährige setzte die Tour alleine fort. Nach Mittag erreichte der Tscheche den Gipfel des Hohen Gölls auf 2522 Meter Seehöhe. Er fuhr ein Stück talwärts, um weiter auf das Hohe Brett aufzusteigen. Dort am Gipfel auf 2340 Meter Höhe soll der Mann abgestürzt sein. Der Unfallablauf ergebe sich laut Polizei durch Zeugenaussagen und der Spurenlage vor Ort.

Von: apa