Das Kleinkind erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen

Sog von Zug schleuderte Mädchen aus Kinderwagen – Kind tot

Mittwoch, 04. Oktober 2017 | 17:09 Uhr

Zu einem tragischen Unfall ist es am Mittwochvormittag auf einem Bahnsteig des Bahnhofes Puch bei Hallein gekommen. Der Sog eines durchfahrenden Güterzuges wirbelte einen Kinderwagen in die Luft und schleuderte das darin befindliche, einjährige Kleinkind aus dem Buggy auf den Bahnsteig. Das Mädchen ist am Nachmittag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus erlegen.

Zum Unfallzeitpunkt wartete eine 24-jährige Salzburgerin aus dem Bezirk Hallein mit ihren beiden Kindern am Bahnsteig auf einen Zug in Richtung Salzburg. Als sich die Tennengauerin neben dem Kinderwagen um ihren dreijährigen Sohn kümmerte, fuhr der Güterzug durch den Bahnhof. Es entstand heftiger Fahrtwind, der den Buggy erfasste und das Mädchen herausschleuderte.

Das Mädchen prallte auf dem Bahnsteig auf und blieb dort schwer verletzt liegen. Das Kind war laut derzeitigen Ermittlungen angeschnallt. Nach der Erstversorgung durch Einsatzkräfte wurde das Mädchen in das Landeskrankenhaus Salzburg gebracht.

Der genau Ablauf des Unfalls werde noch ermittelt, soweit sich dieser noch eruieren lasse, erklärte Polizeisprecher Hans Wolfgruber gegenüber der APA. Beamte der Polizeiinspektion Hallein sind mit der Untersuchung betraut. Auch die ÖBB habe Interesse an der Klärung des Unfalls, sagte der Polizeisprecher.

Im April 2015 hat sich am Linzer Bahnhof Ebelsberg ebenfalls ein tödlicher Unfall mit einem Kinderwagen ereignet. Die Mutter hatte den Buggy auf dem Bahnsteig stehen gelassen und war weggegangen, um im Untergeschoß Zugtickets zu kaufen. Der Fahrtwind eines Güterzuges erfasste währenddessen den Kinderwagen und zog ihn samt dem darin befindlichen Kleinkind auf die Gleise. Das etwa eineinhalbjährige Mädchen wurde überrollt und war auf der Stelle tot.

Die Kindesmutter wurde bei einem Prozess am Bezirksgericht Linz im Dezember 2015 zu drei Monaten bedingter Haft rechtskräftig verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Frau die Bremse des Kinderwagens nicht angezogen hatte. Auch sei sie nicht zurück auf den Bahnsteig gegangen, als die Durchfahrt eines Güterzugs über den Lautsprecher angekündigt wurde. Daher wurde sie wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen.

Das Verfahren gegen den Lokführer war im Vorfeld bereits eingestellt worden, ihm konnte kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. Er war mit 68 km/h jedenfalls langsamer unterwegs als erlaubt. Güterzüge könnten mit bis zu 100 km/h durch den Bahnhof fahren, hieß es schon am Unfalltag seitens der Polizei. Die ÖBB traf laut einem Abschlussbericht der Untersuchungsstelle des Verkehrsministeriums keine Schuld. Der starke Wind an diesem 8. April 2015 wurde als mögliche Mitursache ins Spiel gebracht. Er könnte mit Geschwindigkeiten von mehr als 40 km/h den Wagen in Bewegung gesetzt haben.

Von: apa

Kommentare

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16 Kommentare auf "Sog von Zug schleuderte Mädchen aus Kinderwagen – Kind tot"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Ninni
Ninni
Universalgelehrter
12 Tage 12 h

oh nein
lb. Englein
rufe sanft 😇
Mami & Papi viel Kraft

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
12 Tage 10 h

@ Ninni

sorry, soll heissen

ruhe sanft 😓

honigdachs
honigdachs
Grünschnabel
12 Tage 12 h

oanfoch lei schlimm !! viel kroft do familie …..

Ruhe in Friedn

geronimo
geronimo
Tratscher
12 Tage 11 h

Wie schrecklich! Da ist man nur mehr sprachlos. Viel Kraft!

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
12 Tage 12 h

Na bitte, i hon net giwisst, dass so eppas ibohaupt möglich isch. Orme Mami, orme Familie

Mutti
Mutti
Tratscher
12 Tage 10 h

Des muss a schock sein,viel kroft in do Familie

Kropfli
Kropfli
Grünschnabel
12 Tage 9 h

Wir müssen uns anschnallen, dürfen kein Alkohol trinken, kein Handy benützen, teilweise 60 auf der Autobahn fahren, es gibt die Buckel zur Geschwindigkeitsreduzierung…aber mit 80 Sachen oder mehr dürfen Züge 3 Meter neben Menschen und Kinder vorbeischiessen. Nebenbei mit einem Bremsweg von mehreren km….
RIP kleiner Engel!

Hudy17
Hudy17
Grünschnabel
12 Tage 11 h

olm schlimm wenn a kluens engele gien mues mein beileid

Joan
Joan
Neuling
12 Tage 11 h

Tragischer geats nimma😔

giftzwerg
giftzwerg
Superredner
12 Tage 11 h

wieso derf eigentlich a zug so schnell durchfohren??

Schlernhex
Schlernhex
Grünschnabel
12 Tage 8 h
Das Schlimmste, was Eltern passieren kann – ein Kind auf so tragische weise zu verlieren. Laut nachgedacht: es ist schon für einen Erwachsenen manchmal eine Zumutung, wenn ein Güterzug durch einen Bahnhof donnert. Ich bin der Meinung, dass Güterzüge nicht mehr als mit 40 km/h durch einen Bahnhof fahren sollten (zumindest bei Tag). Wir können auch nicht mit dem Auto durch die Städte donnern. Hoffen wir, dass die Mutter nicht doppelt bestraft wird – wegen Unterlassung der Aufsichtspflicht.  An so was, muss man erst denken – man denkt, das Kind im Kinderwagen sei sicher und schaut auf die anderen und… Weiterlesen »
Staenkerer
12 Tage 9 h

ormes engele, ruhe sanft.

mandela
mandela
Tratscher
12 Tage 9 h

schrecklich traurig, das leben wird für die familie nie mehr werden wie es war. viel viel kraft diesen tragischen verlust auf irgend eine weise zu verkraften. leider wird der fahrtwind immer noch unterschätzt.

traktor
traktor
Superredner
12 Tage 9 h

soowas von traurig!
zum weinen

Frau
Frau
Grünschnabel
11 Tage 23 h

Wahrscheinlich wird sie eh für Fahrlässige Tötung schuldig erklärt und damit ihr Leben noch mehr zur Hölle gemacht! Einfach nur zum kotzen.
Viel Kraft der Mama.

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
11 Tage 21 h

Uanfoch traurig um sou a kluane Poppa, ruhe in Frieden ba di Engelen

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