Anstieg auf Warnstufe 4 im Laufe des Dienstags - Bis zu 1,8 Meter Neuschneeprognostiziert

Starke Schneefälle bringen große Lawinengefahr in Tirol

Montag, 31. Januar 2022 | 17:40 Uhr

Der Lawinenwarndienst Tirol warnt aufgrund starker Schneefälle vor einer großen Lawinengefahr im Bundesland. Die Lawinengefahr werde im Laufe des Dienstags in weiten Teilen auf die Stufe 4, also große Gefahr, steigen – davon ausgenommen sei nur das südliche Osttirol, führte der Leiter des Lawinenwarndienstes, Rudi Mair, in einer Aussendung des Landes aus. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erwartete Neuschneemengen von einem bis zu 1,8 Metern.

Hauptbetroffen seien dabei die Silvretta-Arlbergregion, die Lechtaler Alpen bis zum Karwendel und der Alpenhauptkamm. “Der stürmische Wind während der starken Schneefälle ist der Baumeister großer Lawinen. Deshalb ist äußerste Vorsicht angebracht. Lokal kann es auch zu Sperren lawinengefährdeter Verkehrswege kommen”, führte Mair aus und appellierte zudem an alle Wintersportlerinnen und Wintersportler, auf gesicherten Pisten zu bleiben.

Alle Lawinenkommissionen im Land seien in Bereitschaft, versicherte Elmar Rizzoli vom Tiroler Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement. Die Entwicklung der kommenden Tage werde vom Lawinenwarndienst und der Landeswarnzentrale “laufend neu beurteilt”. Zu beachten seien zudem “stets auch die regionalen Warnungen von Behörden und Einsatzorganisationen sowie der verstärkte Einsatz von Schneeräumfahrzeugen”. Die Schneefälle können auch zu Problemen auf den Straßen führen, unterstrich Rizzoli. Wegen möglichen Schneebruchs sollten zudem Aufenthalte in Parks und Wäldern vorübergehend vermieden werden. Im Straßenverkehr sei Rücksicht auf Schneeräumfahrzeuge zu nehmen.

Das Land verwies auf den Euregio-Lawinenreport, der täglich ab 17.00 Uhr unter www.lawinen.report für den darauffolgenden Tag abgerufen werden kann. Unterschiedliches Kartenmaterial bietet auf Basis unterschiedlicher Daten einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lawinensituation in Tirol, Südtirol und dem Trentino.

Von: apa