Die Suche nach den Schulkindern geht weiter

Sturzregen riss Schüler in Jordanien in den Tod

Freitag, 26. Oktober 2018 | 16:29 Uhr

Mit einer groß angelegten Rettungsaktion suchen Helfer in Jordanien weiter nach Überlebenden einer Sturzflut. Mindestens 20 Menschen, der Großteil von ihnen Schulkinder, starben nach Angaben des jordanischen Zivilschutzes, als es in der Nähe des Toten Meeres zu Überschwemmungen durch heftige Regenfälle kam.

Wie die staatliche Agentur Petra am Freitag berichtete, rissen die Fluten eine Gruppe von Schülern und ihre Lehrer bei einem Ausflug mit sich. 35 Menschen seien verletzt worden. Die jordanische Nachrichtenseite Al-Ghad berichtete unter Berufung auf ein Krankenhaus, die verunglückten Kinder seien zwischen elf und 13 Jahren alt gewesen. Demnach stürzte auch eine Brücke ein. Videos in sozialen Medien zeigten, wie schlammige Wassermassen Straßen, Täler und andere Gebiete fluteten.

Nach Angaben des jordanischen Zivilschutzes hatte ein plötzlicher Sturzregen die Flut ausgelöst. 37 Schüler und sieben Lehrer seien zu heißen Quellen nahe des Toten Meeres südwestlich der Hauptstadt Amman unterwegs gewesen. In der Region sollen auch weitere Menschen ein Picknick gemacht haben, als die Wassermassen anschwollen, wie die Nachrichtenseite “Jordan Times” berichtete.

An der Suche nach Opfern sind demnach Hunderte Rettungskräfte sowie Hubschrauber, Boote und Taucher beteiligt. Auch das israelische Militär schickte nach eigenen Angaben mehrere Hubschrauber mit Soldaten einer Spezialeinheit in das Nachbarland, um sich an der Such- und Rettungsaktion in dem grenznahen Gebiet zu beteiligen.

Die Regierung in Amman ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. König Abdullah II. sagte eine Reise zu einer internationalen Sicherheitskonferenz nach Bahrain ab.

Jordanien ist ein durch Wüste geprägtes Land. In der zumeist trockenen Region können heftige Regenfälle Sturzfluten auslösen. Das Tote Meer liegt mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel.

In den vergangenen Wochen kam es im Mittelmeerraum zu mehreren Überschwemmungen, die durch heftige Regenfälle ausgelöst wurden. Mindestens 38 Menschen starben dabei. Die extremen Wetterlagen trafen dabei unter anderem die bei deutschen Urlaubern beliebte Ferieninsel Mallorca, Südfrankreich, Italien und Tunesien.

Von: APA/ag.

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