Suchaktion bei den Drei Zinnen

“Kleines Osterwunder”: Zwei Touristen mit schwerer Unterkühlung gerettet

Sonntag, 17. April 2022 | 08:38 Uhr

Toblach – Großer Glück hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwei Touristen aus Malaysia, die vom Bergrettungsdienst Hochpustertal über mehreren Stunden im Drei-Zinnen-Gebiet gesucht wurden.

Sie waren am Vormittag gemeinsam mit zwei weiteren Freunden in Misurina zu den Drei Zinnen aufgebrochen. Am Patern-Sattel haben sie sich von diesen getrennt und sind Richtung Drei-Zinnen-Hütte gewandert. Von dort müssen sie sich verlaufen und im tiefen Schnee kaum mehr vorangekommen sein. Nachdem sie nicht am vereinbarten Treffpunkt ankamen, alarmierten die zwei Freunde die Rettungsdienste.

Die Alarmierung ist gegen 21:00 Uhr eingegangen. Daraufhin starteten mehrere Suchmannschaften zu einer großangelegten Suchaktion gemeinsam mit dem Bergrettungsdienst Auronzo, dem Bergrettungsdienst Sexten, der Feuerwehr Welsberg und der Finanzwache. Gegen 00:30 Uhr entdeckten zwei Bergretter die Personen im Rienztal unterhalb der Drei Zinnen. Es stellte sich schnell heraus, dass die Personen – eine junge Frau und ein junger Mann – äußerst stark unterkühlt, an den Beinen verletzt und kaum mehr ansprechbar waren.

Gemeinsam mit weiteren herangeeilten Bergrettern wurden die Personen geborgen und in sicheres Gelände gebracht. Der Einsatzleiter vor Ort entschied aufgrund der Verschlechterung des Zustandes beider Personen, dass diese so schnell wie möglich ärztliche Hilfe benötigen. Deshalb wurde die Unterstützung eines Rettungshubschraubers angefordert. Mit Hilfe des Rettungshubschraubers des Aiut Alpin konnten die Personen geborgen werden.

Die Bergung war aufgrund der Dunkelheit und des starken Windes eine große Herausforderung für die Besatzung des Rettungshubschraubers und die Bergretter. Die Notärztin, die in Toblach in Bereitschaft stand, stellte fest, dass die niedrige Körpertemperatur von unter 29 Grad Celsius der Patienten einen unverzüglichen Weitertransport in das Krankenhaus Bozen erforderte. Sie hätten die Nacht in der Kälte und mit ihrer unzureichenden Kleidung und Ausrüstung wohl kaum überlebt. Man kann wohl von einem kleinen Osterwunder sprechen. Gegen 3:30 Uhr sind alle Einsatzkräfte in die Einsatzzentrale in Toblach zurückgekehrt und der Einsatz konnte abgeschlossen werden.

Von: lup

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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17 Kommentare auf "“Kleines Osterwunder”: Zwei Touristen mit schwerer Unterkühlung gerettet"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Und wieder….Retter geben sich unzählige Stunden in Gefahr….

sonoio
sonoio
Superredner
1 Monat 7 Tage

dann schaug lei, dass dir des nia passiert.. verlafen konn sich jeder, glab net dass de unverantwortlich ghondelt hobn. i beobacht olm wieder, dass in leit vorwürfe gmocht werden, wenn sie an rettungseinsatz auslösen.. soll net sein

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 Tage

Sorry , aber dazu sind sie da, das ist deren Job! Egal ob ehrenamtlich oder beruflich!

Untermoaser
Untermoaser
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

@N. G. Man konn a sein Hirn einscholten und solche sochen vermeiden. Mitte April af fost 3000 Höhenmeter ummerrennen isch uanfoch lei dumm und wia do a nou steat unzureichend ausgerüstet und im schnea ummergstapft.🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️ De waren fost gstorben.

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@sonoio
Von Misurina vormittags erst gestartet,schlecht ausgerüstet und dazu noch nicht ortskundig,ist das für Dich nicht unverantwortlich genug❓
Natürlich kann sich jeder mal verlaufen,vor allem in einem fremden Land und wenn man sich den klimatischen und geologischen Begebenheiten nicht bewusst ist!Dann muss man halt vorher denken,planen und sich erkundigen und nicht einfach darauflos marschieren!!!☝🏼

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

N.G.
🤦🏼‍♂️🙄😤Muss man sich deshalb leichtsinnig in Gefahr begeben ohne vorher zu überlegen❓

Krissy
Krissy
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@sonoio
klar auch der erfahrenste Bergsteiger kann Not geraten.
Aber im Artikel steht auch was von “unzureichender Kleidung und Ausrüstung”.

Krissy
Krissy
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@N.G.
Sag das mal den Angehörigen der Retter die ihr Leben lassen mussten, vorausgesetzt du bist volljährig.

SilviaG
SilviaG
Superredner
1 Monat 7 Tage

@NG
Selbst jahrein jahraus nicht unternehmen als tschickend aufm Balkon zu hocken, aber einen freiwilligen würdest on Gefahr schicken wegen ein paar Tropencowboys, die sich maßlos verschätzen. In der Pandemie hattest dus noch verstanden und man müsste Ungeimpfte sich selbst überlassen, da die laut dir kein Anrecht auf Behandlung hätten?
Du weißt ja heute nicht mehr, was du gestern behauptet hast

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@SilviaG
…”tschickend”…🤣😅😂…bärig,gfollt mir!😉

falschauer
1 Monat 6 Tage

@sonoio

so ein stumpfsinniger kommentar, auf dieser höhe liegt um diese jahreszeit noch jede menge schnee, markierungen sind keine zu sehen und du schwafelst von verlaufen….wenn man die gegend nicht kennt, hat man da oben um diese jahreszeit ohne wegmarkierungen nichts verloren, außer man ist lebensmüde, die beiden hatten noch einmal glück, dass wir so excellent ausgebildete und ausgestattete rettungskräfte haben

falschauer
1 Monat 6 Tage

@N. G.

denk einmal darüber nach was du da geschrieben hast 🙈

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 6 Tage

@Roby74 Hab ich das gesagt? Ne! Die Touris haben nen Fehler gemacht und desshalb mussten sie gerettet werden.
Wenn man deiner und der Logik einiger anderer hier folgen würde, dann bräuchten bei einem selbstverschuldetem Verkehrsunfall die Helfer gar nicht ausrücken? Auch da gäbe es des öfteren Gefahren bei denen Helfer zu Tode kommen könnten!?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 6 Tage
Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@N.G.
Meiner Logik nach zu folgen❓❓❓🙄🤦🏼‍♂️😤
Deiner Aussage nach”ist ja deren Job”finden sicher die meisten hier im Forum sicherlich nicht in Ordnung!
Glaubst Du die haben nicht auch Familien,Kinder und Verwandte🤔❓
Wegen solche … riskieren sie trotzdem ihre Gesundheit bzw.ihr Leben,egal ob hauptberuflich oder freiwillig☝🏼!!!
Das muss wirklich nicht sein,nur weil manche Menschen nicht im Stande sind Risiken und Gefahren einzuschätzen und sich leichtsinnig in Lebensgefahr begeben!😠🤬😡Man müsste Strafen einführen und ihnen die Einsatzspesen anrechnen an die die sich so unüberlegt und schlecht ausgerüstet in Gefahr begeben.

Faktenchecker
22 Tage 9 h

PuggaNagga
1 Monat 7 Tage

So dumm muss man sein.
Im Hochgebirge ist noch Winter, es ist Schnee. Auch wenn man nicht von hier ist kann man sich ausmahlen dass im April auf 2.000m Mehreshöhe noch viel Schnee liegt. Andernfalls gibt es Wetterportale mit Angaben der Schneehöhe.
Der 2. Fehler: am Vormittag startet man keine Tour in dieser Höhenlage. Das macht man früh morgens.
Wenn die von Misurina aus aufgebrochen sind der nächste Fehler, das ist eine ordentliche Strecke für die kurze Zeit. Das ist weit!
Und an alle anderen Touristen, lasst den Quatsch und engagiert einen ortskundigen Bergführer.

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