Noch gibt es Hoffnung

Suche nach Eingeschlossenen in thailändischer Höhle

Dienstag, 26. Juni 2018 | 17:33 Uhr

In einer Höhle im Norden Thailands geht die Suche nach einer Jugend-Fußballmannschaft weiter. Nach mehreren Tagen sei eine bisher unbekannte Öffnung zu einem weiteren Bereich der Höhle gefunden worden, teilten die Behörden am Dienstag mit. Mit Sauerstoffflaschen und Essensrationen ausgestattete Marine-Taucher durchsuchten seit Dienstagfrüh die Höhle in der Provinz Chiang Rai.

Verzweifelte Eltern beteten vor der Höhle für die Rettung der zwölf Burschen und ihres Trainers, die seit Samstag in der teilweise überfluteten Höhle vermutet werden. “Wenn wir sie finden, müssen wir zunächst Erste Hilfe leisten und Nahrung bringen, bevor wir darüber nachdenken können, wie wir sie hinaus bekommen”, sagte der thailändische Innenminister General Anupong Paochinda.

Das Taucherteam werde bis ans Ende der Tham-Luang-Höhle gehen, teilte die Marina auf Facebook mit. Im Laufe des Tages wurde auch ein Unterwasserroboter eingesetzt, und einige der dunklen Tunnel wurden mit Lichterketten erhellt. Insgesamt beteiligten sich hunderte Menschen an der Suche, darunter Polizisten, Soldaten und Vertreter des Nationalparks in der Nähe der Grenze zu Laos und Myanmar. Auch aus der Luft wurde das Gebiet abgesucht.

Es wird vermutet, dass sich die Burschen im Alter von elf bis 16 Jahren und ihr Trainer in den hinteren Bereich der mehrere Kilometer langen Höhle zurückgezogen haben, nachdem diese wegen Monsunregenfällen teilweise überflutet wurde. Am Montag hatten Rettungskräfte am Eingang der Höhle Fahrräder und ein Motorrad gefunden. Taucher berichteten, sie hätten in einer der Kammern Fußspuren entdeckt.

In der Region waren in den vergangenen Tagen heftige Monsunregen niedergegangen, so dass die Höhle sich schnell mit Wasser füllte. Die Monsun-Zeit in Thailand dauert von Mai bis Oktober und führt immer wieder zu gefährlichen Überschwemmungen und Erdrutschen.

Wegen ihrer Abgeschiedenheit wird die Höhle von ausländischen Touristen nur selten besichtigt. Bei den Einheimischen ist die Höhle wegen kleiner Buddha-Statuen, die dort aufgestellt wurden, beliebt. Das Fußballteam kannte sich den Behörden zufolge in der Gegend aus und hatte die Höhle in der Vergangenheit bereits besucht.

Von: APA/ag.