Liesinger Beamtin außer Dienst alarmierte ihre Kollegen

Taschendiebbande wollten Wiener Polizistin bestehlen

Freitag, 22. Februar 2019 | 11:35 Uhr

Ausgerechnet eine Wiener Polizistin hatte sich eine Bande von Taschendieben als Opfer für einen Trickdiebstahl ausgesucht. Für die Tätergruppe war der berufliche Hintergrund der Beamtin des Stadtpolizeikommandos Liesing nicht ersichtlich – sie war außer Dienst in der U-Bahnstation Südtiroler Platz in Wieden unterwegs. Von der Polizistin alarmierte Kollegen nahmen die Verdächtigen fest.

Die Bande ging bei ihrem Beutezug am Donnerstagnachmittag laut Polizeisprecher Harald Sörös immer mit dem gleichen Trick vor: “Während eine Tatverdächtige die Opfer mit einem Stadtplan ablenkte und in ein Gespräch verwickelte, versuchte eine zweite Frau, den Moment der Unaufmerksamkeit zu nützen und den Opfern die Geldbörse aus der Handtasche zu stehlen. Zumindest zwei weitere Beteiligte dürften die Umgebung kontrolliert haben.”

Als die Bulgarinnen im Alter von 18, 19 und 25 Jahren ihre Masche bei der Polizistin anwenden wollten, wurde diese misstrauisch und wich aus. “Sie hielt die Verdächtigen, die den Trick auch bei mehreren anderen Opfern versuchten, in Beobachtung und verständigte ihre Kollegen”, berichtete der Sprecher. Die drei Frauen wurde festgenommen, ein Mann konnte flüchten.

Festgenommen wurde Donnerstagnachmittag auch ein Ladendieb. Der 63-jährige Lette soll versucht haben, in einem Drogeriemarkt am Hauptbahnhof in Favoriten ein Parfum zu stehlen. Eine Mitarbeiterin, die ihn zur Rede stellte, verletzte der Mann laut Polizei am Kopf und an den Fingern. Er muss sich wegen räuberischen Diebstahls verantworten.

Von: apa