Gefahr droht vor allem oberhalb von 2.200 Metern

Teilweise erhebliche Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg

Freitag, 09. Dezember 2022 | 07:55 Uhr

Oberhalb von 2.200 Metern haben es Wintersportler und Alpinisten “bereits mit einer recht ungünstigen Lawinensituation zu tun”, hieß es am Donnerstag vom Lawinenwarndienst Tirol, der ab dem Wochenende wieder täglich für die Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino veröffentlicht wird. Auch die Kollegen auf Vorarlberger Seite des Arlbergs warnten am Feiertag: “Gefahrenstellen sind vor allem oberhalb circa 2.200 Metern in sehr steilen Schattenhängen vorhanden.”

Die Gefahr oberhalb von 2.200 Metern wird als “erheblich” eingestuft. Dies würden nicht nur Stabilitätsuntersuchungen bestätigen, sondern auch einige Lawinenabgänge. Sie alle blieben bisher ohne Folgen. Ausschlaggebend für sie waren weniger die Neuschneemengen, sondern der starke Windeinfluss aus wechselnden Richtungen. Erst so konnten sich mächtigere Triebschneepakete als Voraussetzung für Schneebrettlawinen bilden.

Spontan seien nur kleine Rutsche und an steilen Grashängen tieferer Lagen kleine Gleitschneelawinen möglich, so der Lawinenwarndienst für Vorarlberg. Hingegen könnten einzelne Wintersportler kleine, mit zunehmender Seehöhe vereinzelt auch mittlere Schneebrettlawinen auslösen. Dies ist bei Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche zu beachten. Mit Blick auf die Wettervorschauprognosen werde sich die Lawinengefahr vorerst nicht wesentlich ändern.

Von: apa

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