Der Angreifer wurde festgenommen

Terrorermittlungen nach Angriff auf Brüsseler Polizisten

Mittwoch, 05. Oktober 2016 | 17:13 Uhr

Bei der Attacke auf Sicherheitskräfte in Brüssel wurden am Mittwoch drei Polizisten verletzt. Zunächst hatte der inzwischen verhaftete Mann mit einem Messer einen Polizisten am Bauch verletzt, einen zweiten am Hals, ehe er flüchtete. Eine weitere Polizeipatrouille konnte den Angreifer stellen, wobei aber einem Beamten die Nase gebrochen wurde, berichtete “DH”.

Dieser an der Nase verletzte Polizist habe dann auf die Beine des Flüchtenden gezielt. Schließlich wurde der Mann – es soll sich um einen 43-jährigen Belgier namens Hicham D. handeln – festgenommen. Ausgangspunkt war, dass die Sicherheitskräfte den Mann auf dem Boulevard Lambermont angehalten hatten.

Alle drei Polizisten seien nicht in Lebensgefahr, erklärte Audrey Dereymacker, Sprecherin der Polizei der Brüsseler Gemeinden Schaerbeek, Evere und Saint-Josse.

Die Staatsanwaltschaft hat laut “DH” bestätigt, dass es sich um einen terroristischen Anschlag gehandelt haben könnte. Weitere Details wurden vorläufig keine bekanntgegeben.

Zuvor legte eine Bombendrohung vorübergehend den Verkehr am Brüsseler Nordbahnhof lahm. Nach Angaben des Netzbetreibers Infrabel konnten das Gebäude und die Strecken am frühen Nachmittag wieder freigegeben werden. Die Bombendrohung entpuppte sich demnach als falscher Alarm.

Auch ein ebenfalls evakuiertes Gebäude mit dem Sitz der Brüsseler Staatsanwaltschaft wurde wieder freigegeben, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtet. Es war ebenfalls Ziel der Bombendrohung eines anonymen Anrufers gewesen.

Von: apa