Das Magazin kürte eine ganze Bewegung zur "Person des Jahres"

“Time” kürte Menschen hinter #MeToo zur “Person des Jahres”

Mittwoch, 06. Dezember 2017 | 15:50 Uhr

Das US-Magazin “Time” hat die Menschen, die die #MeToo-Bewegung mit Enthüllungen über sexuelle Übergriffe ins Rollen brachten, zur Person des Jahres 2017 erklärt. Auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe setzte die Zeitschrift Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler.

Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten. Swift hatte erfolgreich einen Radiomoderator verklagt, der ihr an den Po gegrapscht hatte. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schließlich aus dem Amt trieb.

“Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den 1960er-Jahren freigesetzt”, teilte Chefredakteur Edward Felsenthal zur Entscheidung der Redaktion am Mittwoch mit. Seit Anfang Oktober waren Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen namhafte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, darunter Schauspieler Kevin Spacey, Moderator Charlie Rose, Comedian Louis C.K. und Senator Al Franken. Im Internet hatten Frauen weltweit unter dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Time” kürte Menschen hinter #MeToo zur “Person des Jahres”"


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enkedu
enkedu
Kinig
9 Tage 13 h

Journalisten leben schon bald in ihrer eigenen Welt mit “ordentlicher rosa Brille” auf. 😂

Blitz
Blitz
Superredner
9 Tage 2 h

Inzenierte Ablenkung von wirklichen Problemen !!
Und s’Volk glabs a nou… !!

NixNutz
NixNutz
Superredner
9 Tage 11 h

#me too

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