Gefasste Stimmung bei den Betroffenen

Tirol: Menschen sollen so schnell wie möglich zurück in ihre Häuser

Samstag, 13. Juni 2015 | 13:02 Uhr

Sellrain/See – 110 Gebäude, 65 in See und 45 in Sellrain, wurden vom Unwetter schwer in Mitleidenschaft gezogen. Damit die Häuser rasch wieder instand gesetzt werden und die Menschen so schnell wie möglich in ihre Häuser zurück können, hat die Tiroler Landesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. Nicht einmal eine Woche nach der Katastrophe fanden dazu in See und Sellrain am 11. und am 12. Juni Informationsveranstaltungen mit ExpertInnen des Landes und der Wildbach- und Lawinenverbauung statt. Dort erhielt die betroffene Bevölkerung Informationen aus erster Hand und hatte Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen.

„Ab Montag sind mehrere Erhebungsteams in den betroffenen Gemeinden unterwegs, um die Schäden aufzunehmen“, kündigte Alois Poppeller, Leiter der Geschäftsstelle für private Elementarschäden beim Land Tirol an. Die Teams werden die Schäden vor Ort begutachten und die Betroffenen auch bei den Formalitäten unterstützten.

Vorauszahlung für Neuanfang

Für die Sanierung von Unwetterschäden werden Beihilfen in der Höhe von 50 Prozent der Schadenssumme gewährt. Damit die Sanierung schnell in Angriff genommen werden kann, wird die Hälfte der Beihilfe aus dem Katastrophenfonds ohne vorherige Rechnungslegung auf Basis der Schätzgutachten als Vorschuss ausgezahlt. Damit erhalten die Geschädigten eine Soforthilfe und werden von Land tatkräftig bei ihrem Neuanfang unterstützt. Beim Hochwasser in Kössen 2013 betrug die durchschnittliche Vorauszahlung rund 30.000 Euro.

Zusätzlich zum Katastrophenfonds hat die Landesregierung auch ein Sonderprogramm im Rahmen der Wohnhaussanierung und Wohnbauförderung beschlossen. Aus Mitteln des Katastrophenfonds und der Wohnbauförderung können rund zwei Drittel der Schadenssumme durch die öffentliche Hand gedeckt werden.

Gefasste Stimmung

„Die Menschen sind noch immer von den verheerenden Unwettern gezeichnet. Die Stimmung war aber gefasst, konstruktiv und von der Bereitschaft weiter zusammen zu helfen geprägt“, fassen Herbert Walter, Vorstand der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz und Alois Poppeller, das Klima bei den gut besuchten Informationsveranstaltungen zusammen.

Von: ©land tirol