Feuerwehr als Retter

Tirol: Von Muren eingeschlossene Jungschargruppe

Freitag, 24. Juli 2015 | 12:34 Uhr

Lüsens – Dieses Ferienlager hätten sich die 23 Kinder zwischen sieben und 13 Jahren sowie ihre zehn BetreuerInnen der katholischen Jungschar aus Sistrans wohl anders vorgestellt: Nach einer schlimmen Murennacht waren sie heute, Freitagmorgen, in einem Jugendhaus in Lüsens (Gemeinde St. Siegmund im Sellraintal) eingeschlossen. Muren verlegten auch die Tuxer Landesstraße im Gemeindegebiet von Finkenberg sowie die Sellraintalstraße zwischen Gries und Sellrain. LHStv Josef Geisler dankt den Einsatzkräften für ihr unermüdliches Wirken.

„Auf unsere Einsatzkräfte ist Verlass. Die extremen Gewitter der vergangenen Wochen haben speziell auch unsere Freiwilligen Feuerwehren Tag und Nacht gefordert. Für ihre ehrenamtliche Einsatzbereitschaft rund um die Uhr und auch an den Wochenenden möchte ich mich als Sicherheitsreferent des Landes Tirol recht herzlich bedanken“, betont LHStv Geisler.

Lüsener Straße an mehreren Stellen unterspült und vermurt

„Es wäre in der Nacht wegen mehrerer Murenabgänge auf die Lüsener Straße unmöglich gewesen, die Leute aus dem Jugendhaus herauszubringen. Da für heute, Freitag, und Samstag weitere Gewitter angesagt sind, sind wir am Morgen über die teilweise unterspülte und vermurte Straße mit geländegängigen Einsatzfahrzeugen bis zum Jugendhaus vorgedrungen und haben die ganze Gruppe gesund und wohlbehalten nach Praxmar ausgefahren“, konnte mittags Roland Schwarz, Kommandant der FF St. Siegmund i. S., die erfolgreiche Bergung vermelden. Die sichere Route für die Bergung wurde von der Landesgeologie vorgegeben.

Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren von St. Siegmund und Gries im Sellraintal sowie die Bergrettung Gries mit mehreren Einsatzfahrzeugen und 15 Mann. Nach Murenabgängen auf die Tuxer Landesstraße und die Sellraintalstraße sind die beiden Verkehrswege mittlerweile ohne Behinderung befahrbar.

Von: ©land tirol